Handwerk feiert Meister-Nachwuchs in der Siegerlandhalle

Mit 1.300 Gästen


Ehrengast Dirk Wiese (r.), HwK-Präsident Jochen Renfordt (2. v. l.) sowie HwK-Vizepräsident Michael Neuhaus (l.) übergaben die Meisterbriefe und die Zertifikate. von HWK Südwestfalen
Ehrengast Dirk Wiese (r.), HwK-Präsident Jochen Renfordt (2. v. l.) sowie HwK-Vizepräsident Michael Neuhaus (l.) übergaben die Meisterbriefe und die Zertifikate. © HWK Südwestfalen

Siegen/Arnsberg. Die Handwerkskammer Südwestfalen hat in der Siegerlandhalle Siegen rund 350 frischgebackene Meister sowie Absolventen weiterer Fortbildungen geehrt. Bei der großen Meister- und Absolventenfeier nahmen sie unter dem Applaus von mehr als 1.300 Gästen ihre Meisterbriefe und Urkunden entgegen.


Ehrengast der Veranstaltung war der erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese. In einer Talkrunde mit HwK-Präsident Jochen Renfordt und Vizepräsident Michael Neuhaus würdigte er die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. „Darauf können Sie stolz sein“, sagte Wiese.

Gut ausgebildeter Nachwuchs sei entscheidend für die Zukunft des Handwerks. „Wer heute den Meisterbrief bekommt, hat eine gute wirtschaftliche Prognose vor sich.“ Gleichzeitig sprach er sich für Entlastungen der Betriebe aus, etwa durch weniger Bürokratie und vereinfachte Berichtspflichten.

Ehrengast Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese (Mitte.), HwK-Präsident Jochen Renfordt (r.) und HwK-Vizepräsident Michael Neuhaus (l.) sprachen in einer Talkrunde über die Lage des Handwerks. von HWK Südwestfalen
Ehrengast Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese (Mitte.), HwK-Präsident Jochen Renfordt (r.) und HwK-Vizepräsident Michael Neuhaus (l.) sprachen in einer Talkrunde über die Lage des Handwerks. © HWK Südwestfalen

Auch HwK-Präsident Jochen Renfordt betonte die Bedeutung des Abschlusses. „Vor mir sehe ich die Zukunft des Handwerks“, sagte er mit Blick auf die Absolventen. Sie hätten in den vergangenen Monaten Durchhaltevermögen und fachliche Stärke bewiesen.

Der Meisterbrief eröffne zahlreiche Möglichkeiten: „Mit dem Meisterbrief in der Tasche kann ich alles tun.“ Besonders die Chance zur Selbstständigkeit und zur Ausbildung eigener Fachkräfte hob er hervor.

Appell zur Weiterbildung

Vizepräsident Michael Neuhaus appellierte an die jungen Meister, sich auch künftig weiterzubilden. „Wer im Handwerk stehen bleibt, hat verloren“, sagte er.

Zwei Beispiele aus der Region zeigten, welche Perspektiven der Meistertitel bieten kann. Bäckermeisterin Celine Hümmeler aus Lennestadt-Oedingen gründete kurz nach ihrem Abschluss ihre eigene Bäckerei. In einer umgebauten Garage entstand ihr Betrieb „Chümmi“.

„Wie schnell es doch gehen kann, wenn man denn will“, sagte sie. Ihr Rat an den Nachwuchs: „Jeder hat die Kraft. Wir können alles schaffen.“

Bäckermeisterin Celine Hümmeler und Metallbauermeister Daniel Bornemann zeigten, wie sie sich nach ihrem Meister erfolgreich selbstständig gemacht haben. von HWK Südwestfalen
Bäckermeisterin Celine Hümmeler und Metallbauermeister Daniel Bornemann zeigten, wie sie sich nach ihrem Meister erfolgreich selbstständig gemacht haben. © HWK Südwestfalen

Auch Metallbauermeister Daniel Bornemann aus Brilon wagte den Schritt in die Selbstständigkeit. Seine Erfahrung: „Mut zahlt sich aus.“ Entscheidend sei die Leidenschaft für den Beruf: „Wenn man dafür brennt und Einsatz zeigt, dann kommt der Erfolg von selbst.“

Meisterbriefe und Zertifikate übergeben

Höhepunkt des Abends war die persönliche Übergabe der Meisterbriefe und Zertifikate durch Dirk Wiese, Jochen Renfordt und Michael Neuhaus. Für Unterhaltung sorgten die Band „Goodbeats“ und Comedian Benni Stark, bevor bei einer After-Show-Party weiter gefeiert wurde.

Insgesamt legten im vergangenen Jahr 420 Handwerker ihre Meisterprüfung erfolgreich ab. Hinzu kamen 13 Betriebswirte (HwO) und sechs Verkaufsleiterinnen im Lebensmittelhandwerk.

Die größte Gruppe stellten die Kraftfahrzeugtechniker mit 102 neuen Meistern, gefolgt von den Bäckern sowie den Installateur- und Heizungsbauern.

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