Frühwarnsystem aus Möhnesee sorgt für Sicherheit in Feuerwehrhäusern

Brandschutz für die Brandschützer


  • Aus der Region, 05.09.2026
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Mit dem softwarebasierten Brandwarnsystem „Safe Fire House” der dexa group aus Möhnesee soll der Brandschutz in Feuerwehrhäusern gesteigert werden. von dexa group/Daniel Schröder
Mit dem softwarebasierten Brandwarnsystem „Safe Fire House” der dexa group aus Möhnesee soll der Brandschutz in Feuerwehrhäusern gesteigert werden. © dexa group/Daniel Schröder

Möhnesee. In Einsatzfahrzeugen steckt jede Menge Technik. Was im Einsatz unverzichtbar ist, kann im Feuerwehrhaus jedoch selbst zur Gefahr werden: Ein defekter Akku im Fahrzeug könnte zum Beispiel einen Brand auslösen, den herkömmliche Gebäudetechnik unter Umständen zu spät erkennt.


Das selbstentwickelte, softwarebasierte Brandwarnsystem „Safe Fire House” der dexa group aus Möhnesee soll genau hier früher warnen. Das System ist bezahlbar und ohne bauliche Eingriffe nachrüstbar.

Funkvernetzte Rauchsensoren überwachen das Innere der Einsatzfahrzeuge direkt. Wird Rauch erkannt, informiert das System die Einsatzkräfte über vorhandene Alarmierungswege, etwa per App, Pager, Telefon oder über die Leitstelle. Die Überwachung passt sich automatisch an, wenn Fahrzeuge ausrücken oder den Standort wechseln.

Totalausfall vermeiden

Die Software wurde von den Feuerwehrmännern Tim Behrendt und Florian Leipold entwickelt, nachdem ein Brand im Feuerwehrhaus in Bigge-Olsberg im Jahr 2021 alle Fahrzeuge des Löschzugs beschädigt und die Halle zerstört hatte. Auslöser des Feuers war, dass ein Schlauchwagen wegen eines technischen Defekts in Brand geraten war.

„Bei so einem Brand ist der Sachschaden versichert“, sagt Tim Behrendt, Geschäftsführer der dexa group. „Das Problem ist der taktische Totalausfall. Wer heute ein Löschfahrzeug bestellt, wartet im Schnitt vier Jahre darauf. Deshalb muss der Brand erkannt werden, solange er noch im Fahrzeug steckt.“

US Army nutzt System

Wie wichtig diese Früherkennung sein kann, zeigte sich zum Beispiel im Feuerwehrhaus des Löschzugs Belecke in Warstein: Dort erkannte die Software Rauch aus einem Tanklöschfahrzeug, dessen Batterie explodiert war. Dadurch konnte die Feuerwehr rechtzeitig eingreifen und Schlimmeres verhindern.

Inzwischen kommt das System aus Südwestfalen an mehr als 100 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Einsatz. Zu den Anwendern zählen Feuerwehren, der Hochsauerlandkreis, das Institut der Feuerwehr NRW sowie die Bundeswehr und die US Army. Weitere Informationen zu „Safe Fire House“ gibt es hier.

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