Freerider Max Kruse kehrt nach komplexer Bandrekonstruktion zurück
Sportklinik Hellersen ermöglicht gelenkerhaltende Therapie
- Aus der Region, 31.03.2026
- Gesundheit & Medizin
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Lüdenscheid. Nach einer schweren Handgelenksverletzung bei einem Freeride-Sprung stand die Karriere von Profisportler Max Kruse kurz vor dem Aus. In der Sportklinik Hellersen konnte seine Laufbahn als Freerider gerettet werden. Durch eine aufwendige Bandrekonstruktion wurde die Beweglichkeit des Handgelenks erhalten. Der 33-Jährige Freerider wendet sich bewusst an die Öffentlichkeit. Er möchte auf solch schwierige Themen im Sport und die psychische Belastung, die sie bedeuten, aufmerksam machen.
Max Kruse hatte sich bei einem Sprung einen kompletten Bänderriss im Handgelenk mit Luxation zugezogen. „Die erste Diagnose war für mich ein Schock“, sagt der 33-jährige Freerider. „Eine Versteifung hätte meine sportliche Karriere beendet.“
Er wurde an die Sportklinik Hellersen und Dr. Petra Scheffer, Chefärztin für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie/Handchirurgie verwiesen. Dort änderte sich die Perspektive grundlegend. „Frau Dr. Scheffer war so überzeugt davon, dass sie mein Handgelenk wieder hinbekommt. Das hat mir unglaublich viel Ruhe gegeben – im Alltag und im Kopf“, erinnert sich Max Kruse.
„Bandrekonstruktionen sind in der Handchirurgie grundsätzlich seltenere Eingriffe. Je mehr Zeit fortgeschritten ist, desto geringer ist die Möglichkeit, das Band zu rekonstruieren, da im Verlauf Knorpelschäden auftreten. Das Band selbst kann nur innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Verletzung genäht werden, da es schrumpft, aber dieses Zeitfenster ist in der Realität oft schon vergangen“, erklärt Dr. Petra Scheffer. Im Fall von Max Kruse wurde die Verletzung rechtzeitig erkannt.
Doch die Handwurzelknochen waren nicht nur auseinandergewichen, sondern auch verdreht. Bei der Operation wurden die Knochen zunächst anatomisch korrekt repositioniert und das gerissene Band mithilfe einer körpereigenen Sehne rekonstruiert. Ziel war es, das Gelenk zu stabilisieren und gleichzeitig beweglich zu halten.
Der Heilungsverlauf verlief überdurchschnittlich gut. Neben dem operativen Erfolg spielte die hohe Eigeninitiative des Patienten eine entscheidende Rolle. „Der Patient muss über die Physiotherapie hinaus einen Großteil der Rehabilitation selbst leisten. Herr Kruse hat das in vorbildlicher Weise getan“, betont Dr. Petra Scheffer.
Inzwischen hat Max Kruse das Training wieder aufgenommen und arbeitet gezielt am Kraftaufbau. Er wendet sich mit seiner Geschichte bewusst an die Öffentlichkeit. „Mir ist es sehr wichtig, zu zeigen, dass auch schwierige Themen zum Sport dazugehören. Ich habe viele Freunde in diesem Sport verloren – durch Unfälle oder durch die Folgen schwerer Verletzungen. Darüber muss man offen reden. Und man sollte auch offen und ehrlich sagen und zeigen, wenn es einem emotional nicht gut geht. Ich möchte authentisch sein und zugeben, dass mich die Handverletzung auch stark psychisch belastet hat.“
Sein Rat: „Hört auf euren Körper, übernehmt Verantwortung für euch selbst – und sprecht darüber, wenn es euch nicht gut geht.“ Heute ist Max Kruse vor allem eines: dankbar. „Für das Leben. Das ist wunderschön.“