Der Eichelhäher als Vorbild – Wie KI und Drohnen bei der Aufforstung helfen

Projekt „Garrulus“


  • Aus der Region, 15.08.2026
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Ein Forschungsteam der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg demonstrierte in Arnsberg, wie die Aufforstung mit der Garrulus-Drohne funktioniert. von Daniela Greulich/H-BRS
Ein Forschungsteam der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg demonstrierte in Arnsberg, wie die Aufforstung mit der Garrulus-Drohne funktioniert. © Daniela Greulich/H-BRS

Südwestfalen. Ein neues Projekt in Südwestfalen bringt Saatgut per Drohne auf geschädigte und schwer zugängliche Waldflächen. So soll aus Hightech Schritt für Schritt neuer Wald entstehen. Das Projekt „Garrulus“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde im Arnsberger Wald von NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen im Rahmen ihrer Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ vorgestellt.


Beim Forschungsprojekt „Garrulus“ arbeiten zwei Drohnen zusammen. Eine erfasst zunächst die Waldfläche. Die dabei gewonnenen Daten werden mithilfe von KI und maschinellem Lernen ausgewertet, um geeignete Stellen für die Aussaat zu bestimmen. Eine zweite Drohne bringt dann dort gezielt Saatgutkapseln in den Waldboden ein.

Der Name des Projekts geht auf die wissenschaftliche Bezeichnung des Eichelhähers zurück. Der Vogel versteckt selbst Eicheln und trägt so zur natürlichen Verbreitung von Eichen bei. „Unsere Wälder sind unverzichtbar – als Lebensraum, Klimaschützer, Erholungsort und Holzlieferant“, sagte Ministerin Gorißen bei ihrem Besuch.

Zugleich stünden die Wälder durch den Klimawandel unter großem Druck. „Garrulus“ wird mit 1,78 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die derzeitige Projektphase wird noch bis Ende 2026 laufen. Übrigens: Die Tour „Starke Zukunft in NRW: KI in Landwirtschaft und Wald“ führt auch weiter nach Südwestfalen: Das Haus Düsse in Bad Sassendorf wird Ende September von Ministerin Gorißen besucht. Dort geht es um den Einsatz von Sensoren in der Nutztierhaltung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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