AWZ Bau begrüßt neue Auszubildende – Straßenbau besonders gefragt
134 junge Menschen starten ihre Ausbildung
- Aus der Region, 15.09.2026
- Wirtschaft
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Kreuztal-Fellinghausen. Mit Beginn der überbetrieblichen Ausbildung, hat das Aus- und Weiterbildungszentrum Bau (AWZ Bau) in Kreuztal-Fellinghausen seine 134 neuen Auszubildenden begrüßt.
Besonders groß ist wieder das Interesse am Straßenbau. 55 junge Menschen haben sich für eine Ausbildung im Straßenbauerhandwerk entschieden. Hinzu kommen 17 Betonbauer und Stahlbetonbauer, vier Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, 18 Maurer, 26 Zimmerer und drei Auszubildende, die auf Grund ihrer Vorbildung direkt im 2. Ausbildungsjahr starten konnten.
Für elf Dual-Studierende begann bereits Anfang Juni der Einstieg in das Bauingenieurwesen. Sechs von ihnen kommen aus dem gewerblichen Bereich, fünf absolvieren parallel die Ausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur
Für die Ausbildung zum Straßenwärter liegen derzeit weitere 19 Anmeldungen des Landesbetriebs Straßenbau NRW und der Autobahn GmbH vor. „Wir brauchen Handwerker“, sagt Heiko Schmid, Geschäftsführer des AWZ Bau. Der Bedarf an Fachkräften sei angesichts des hohen Sanierungsbedarfs generell und gerade offensichtlich bei Straßen, Brücken und Autobahnen weiterhin groß.
Während die Ausbildungszahlen im Zimmererhandwerk stabil sind und der Straßenbau erneut deutlich nachgefragt wird, stellt sich die Situation für die Ausbildungsbetriebe insgesamt zunehmend schwieriger dar. Die heimischen Unternehmen berichten von weniger Bewerbungen als in den vergangenen Jahren. Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses bleibt damit eine zentrale Aufgabe für das regionale Bauhandwerk.
Um dem Rückgang bei den Bewerberzahlen entgegenzuwirken, gehen Unternehmen zunehmend neue Wege. Dazu gehören auch internationale Ausbildungsprojekte. So beteiligen sich Betriebe aus der Region unter anderem an dem Projekt „Internationale Ausbildung“ sowie am Projekt Global Skills Partnership (GSP).
Parallel zur Einführungsveranstaltung fand der Kammerwettbewerb der Zimmerer im AWZ Bau statt. Fünf Gesellen aus dem Kammerbezirk Südwestfalen traten dabei gegeneinander an. Jannik Schneider aus Reichshof (Firma Hausbau Langer, Gerlingen), hat das Rennen um den Einzug in den Landeswettbewerb für sich entschieden.
Der Kammerwettbewerb ist die erste offizielle Wettbewerbsstufe der Deutschen Meisterschaft im Handwerk. Die besten Nachwuchskräfte messen sich zunächst auf Ebene der Handwerkskammern und können sich anschließend für die weiteren Wettbewerbsstufen qualifizieren.
„Eine Ausbildung im Handwerk ist weit mehr als der Einstieg in einen Beruf. Wer Engagement zeigt und sein Handwerk beherrscht, dem stehen viele Türen offen. Die jungen Menschen werden zu einem wichtigen Teil des Fachkräftenachwuchses, den die regionale Bauwirtschaft dringend benötigt.“, so Heiko Schmid.
Die überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge des AWZ Bau werden mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages -, das Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union durchgeführt.