Autofahrer verursacht bei waghalsiger Flucht gleich drei Unfälle
Polizei bricht Verfolgung ab
- Aus der Region, 11.04.2023
- Blaulicht
Gummersbach. Ein Autofahrer hat bei einer waghalsigen Flucht vor der Polizei drei Unfälle verursacht. Die Polizei brach die Verfolgung des Fahrzeugs wegen der gefährlichen Fahrweise des Flüchtenden ab. Das Auto konnte kurze Zeit später verlassen aufgefunden und sichergestellt werden.





Eine Streifenwagen-Besatzung hatte am Karfreitag gegen 12.40 Uhr in der Gummersbacher Innenstadt einen blauen Renault mit Kölner Kennzeichen kontrollieren wollen. Der Fahrer gab jedoch Gas und flüchtete mit hohem Tempo in Richtung der Stadtteile Strombach und weiter nach Hardt-Hanfgarten.

Kurz darauf kam es zu einem ersten Unfall, als der Renault bei einem Überholvorgang sowohl das überholte als auch das entgegenkommende Auto streifte. In Hardt-Hanfgarten kam es zu einem weiteren Unfall. Der Flüchtende fuhr weiterhin mit so hoher Geschwindigkeit, dass er in einer Kurve auf den Fahrstreifen eines entgegenkommenden Ford Transit geriet und diesem in die Seite fuhr. Auch nach diesem Unfall flüchtete der Renault-Fahrer von der Unfallstelle.

Im Rahmen der Fahndung konnte der Wagen verlassen auf einem Waldweg zwischen Hardt-Hanfgarten und Liefenroth aufgefunden werden. Auf dem Weg dorthin hatte der Fahrer einen dritten Unfall verursacht, als er einen Absperrpfosten umfuhr und aus der Verankerung riss.


In dem Renault fand die Polizei neben Betäubungsmitteln auch mehrere Uhren. Bislang konnte noch nicht geklärt werden, ob diese aus einem Einbruch stammen. Die an dem Renault angebrachten Kennzeichen gehören zu einem anderen Fahrzeug. Die Ermittlungen zum Fahrzeug sowie den beiden Insassen dauern derzeit noch an.

Bei den Unfällen wurde niemand verletzt; den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 20.000 Euro.
