Aussehen, Struktur und Geschmack: 75 Brote wurden bewertet

Brotprüfung sichert Qualität im Bäckerhandwerk


Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd Stefan Simon (re.) mit Obermeister Georg Sangermann (2. v. re.) und weiteren Vorstandsmitgliedern der Bäcker-Innung Westfalen-Süd. Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz (2. v.li.) nahm die Brote genau unter die Lupe. von Rebecca Dalhoff | Textwerk Attendorn
Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd Stefan Simon (re.) mit Obermeister Georg Sangermann (2. v. re.) und weiteren Vorstandsmitgliedern der Bäcker-Innung Westfalen-Süd. Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz (2. v.li.) nahm die Brote genau unter die Lupe. © Rebecca Dalhoff | Textwerk Attendorn

Kreis Olpe/Kreuztal. Kunden hervorragende Qualität zu bieten, ist den Mitgliedsbetrieben der Bäcker-Innung Westfalen-Süd wichtig. Deshalb lassen die heimischen Innungsbetriebe jedes Jahr ausgewählte Brotsorten unter die Lupe nehmen und von einem unabhängigen Brotprüfer bewerten. Diesmal fand die Brotprüfung inmitten des Kreuztaler Wochenmarktes statt und lockte viele Interessierte an den Stand.


Der neutrale Sachverständige Karl-Ernst Schmalz vom Deutschen Brotinstitut bewertete Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild sowie Struktur, Elastizität, Geruch und Geschmack von 75 eingereichten Broten. Eine speziell entwickelte Software unterstützt den Prüfer bei der Arbeit. Sie zeigt mögliche Ursachen von Qualitätsmängeln an, die dann in einem kleinen Gutachten mit Tipps zur Verbesserung an die Bäcker weitergegeben werden.

Den Geschmacksnerven von Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz macht niemand etwas vor: Mit über 35 Jahren Berufserfahrung schmeckt er sofort, wenn etwas nicht stimmt. von Rebecca Dalhoff | Textwerk Attendorn
Den Geschmacksnerven von Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz macht niemand etwas vor: Mit über 35 Jahren Berufserfahrung schmeckt er sofort, wenn etwas nicht stimmt. © Rebecca Dalhoff | Textwerk Attendorn

So können die Betriebe direkt handeln und nachbessern oder gleichbleibend sehr gute Arbeit konstant beibehalten. „Wenn man täglich seine individuellen Brotsorten backt, fallen einem im Alltag kleinste Veränderungen womöglich gar nicht auf. Man ist manchmal betriebsblind. Deshalb ist der unabhängige Blick von außen für uns sehr wichtig“, erläutert Georg Sangermann, Obermeister der Bäcker-Innung Westfalen-Süd.

Auch in diesem Jahr wurden von den Innungsbäckereien aus den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein wieder viele unterschiedliche Brotsorten eingereicht: Von Weizenmischbrot über Kräuter-Kraftbrot bis hin zum Siegerländer Reibekuchen – die Bäcker zeigten die eindrucksvolle Brotvielfalt der Region.

Insgesamt 75 verschiedene Brote wurden bewertet. von Rebecca Dalhoff | Textwerk Attendorn
Insgesamt 75 verschiedene Brote wurden bewertet. © Rebecca Dalhoff | Textwerk Attendorn

Die Kunden vor Ort durfen verschiedene Brotsorten probieren und die angeschnittenen Brote kostenlos mit nach Hause nehmen. Davon machten auf dem Kreuztaler Wochenmarkt zahlreiche Interessierte Gebrauch. Für die Innungsbetriebe ist die öffentliche Brotprüfung eine gute Gelegenheit, mit Kunden ins Gespräch zu kommen.

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