Aufruf zum Streik: Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst
Signal vor dritter Verhandlungsrunde
- Aus der Region, 20.03.2023
- Wirtschaft
Südwestfalen. Vor der möglicherweise entscheidenden dritten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst ruft ver.di in den Regionen Siegen-Wittgenstein/Olpe, Hagen, Ennepe Ruhr und dem Märkischen Kreis die Beschäftigten der Kommunen, im Nahverkehr, der Ver- und Entsorgung und anderen Bereichen für Dienstag, 21. März, erneut zum Streik auf.

Deutliche Gehaltssteigerungen, die vor allem in den unteren und mittleren Entgeltgruppen wirken, müssen kommen, so die stellvertretende Geschäftsführerin des ver.di-Bezirk Südwestfalen, Bettina Schwerdt. Ansonsten drohten Reallohnverluste und die Menschen wüssten nicht mehr, wie sie die monatlichen finanziellen Belastungen stemmen sollten.
Außerdem müsse der öffentliche Dienst angesichts des Fachkräftemangels attraktiver werden, verdeutlicht Bettina Schwerdt. „Die Leute gehen dahin, wo sie mehr verdienen. Einkommensbedingungen sind ein zentraler Faktor beim Thema Attraktivität von Arbeitsplätzen – wenn hier nichts passiert, wird der Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst fortschreiten.“ In der dritten Verhandlungsrunde müsse, so die Gewerkschafterin, ein deutlich besseres Angebot kommen, sonst drohe ein langer Erzwingungsstreik.

Die Streikenden aus den Regionen Hagen, Ennepe-Ruhr und Märkischer Kreis werden am Dienstag, 21. März, in Gelsenkirchen und die Streikenden aus Siegen-Wittgenstein/Olpe in Köln an einer der drei landesweiten Demonstrationen und Kundgebungen teilnehmen.
Ansprechpartner für die Regionen:

Siegen-Wittgenstein/Olpe

Michael Schnippering, Tel.: 0151/17 51 93 44

Jasin Nafati, Tel.: 0151/20 03 12 51
