Wochenmarkt soll neu ausgerichtet werden und bleibt auf dem Rathausplatz
Versammlung Werbegemeinschaft Attendorn
- Attendorn, 21.04.2023
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Attendorn. Ein positives Fazit seines ersten Amtsjahres und der gut gelaufenen Veranstaltungen im Jahr 2022 in der Hansestadt zog der Vorsitzende der Attendorner Werbegemeinschaft, Martin Pursian, am Donnerstag, 20. April, bei der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft Attendorn in der Gaststätte „der Gast“.

Ein Beweis dafür war auch der positive Kassenbericht, der letztmalig von Sylvia Gante vorgetragen wurde. Nach zehn Jahren im Vorstand, davon neun Jahre als Kassiererin, legte sie ihr Amt auf eigenen Wunsch nieder und betonte: „Ich habe es gerne gemacht. Es war spannend und vielfältig.“

Zur Nachfolgerin bestimmte die Versammlung Regina Hoberg (Provinzial). Schriftführerin Nicole Kost, die seit 2014 im Amt ist, wurde einstimmig wiedergewählt – ebenso Beisitzer Henrik Enders.
Der Vorsitzende Martin Pursian dankte den etwa 30 anwesenden Mitgliedern, stellvertretend für die insgesamt 115 Mitgliedsbetriebe: „Ihr habt einen erheblichen Anteil an der positiven Entwicklung der Stadt.“ Pursian reflektierte einige Highlights des Jahres. Mit Blick auf das Stadtfest, das erstmals von einem externen Veranstalter organisiert wurde, räumte der Vorsitzende ein, dass es bei einigen Kiritikpunkten einer Nachjustierung bedürfe und für die Hansenacht neue Ideen gefragt seien.

Mit Blick auf mehrere, fast zeitgleiche Schließungen in der Ennester Straße gab der Vorsitzende Entwarnung mit der Information, dass dort neue Geschäfte eröffnet wurden. „Daran sieht man, dass es sich lohnt in Attendorn etwas zu eröffnen“, so Martin Pursian.
Da im vergangenen Jahr auf Grund der zu kleinen Fläche des Weihnachtsmarktes kein verkaufsoffener Sonntag stattfinden konnte, wird jetzt alles daran gesetzt, das in diesem Jahr zu ändern. Im Haushalt abgesegnet, schafft die Stadt Attendorn zur Vergrößerung der Marktfläche acht neue Hütten an und hofft dadurch einen verkaufsoffenen Sonntag genehmigt zu bekommen, wie Frank Burghaus, Leiter des Amtes für Bildung, Sport, Kultur und Veranstaltungsmanagement, mitteilte.
Da die Planungen für 2023 stehen, habe die Werbegemeinschaft mehr Freiraum für neue Dinge. Dazu soll im Anschluss an den Frühlingsmarkt ein Stammtisch ins Leben gerufen werden. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen dem Handel und der Gastronomie intensiviert werden. Um neue Mitglieder zu gewinnen, sollen die Beiträge überarbeitet und auf die Mitglieder zugeschnitten werden. Zudem sollen passive Mitgliedschaften – auch für Unternehmen – möglich werden, da sie laut Martin Pursian auch von einer florierenden Innenstadt partizipieren.
Thematisiert wurde auch das neue Magazin „Erlebe Attendorn“, das die Stadt und die Werbegemeinschaft einmal jährlich heraus bringen möchten. Dazu nehmen die Vorstands- und Beiratsmitglieder Ideen per Mail entgegen.

Beim Stadtfest soll das neue Konzept mit dem externen Veranstalter beibehalten werden und das Event auf die Finnentroper Straße erweitert werden. In diesem Jahr sei es durch die fehlende Umleitung für Anlieger (bedingt durch Baustellen) nicht möglich. Ferner sollen die Vereine mehr eingebunden werden.
Kristin Meyer, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus, sagte, dass der Standort des Wochenmarktes auf dem Rathausplatz beibehalten werden solle und Möglichkeiten biete, neue Händler zu gewinnen. Gelistet seien 20 Händler, die im Wechsel dabei seien. Eine Entscheidung zum Standort ist in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (26. April) zu erwarten.
Bürgermeister Christian Pospischil lobte die mutigen Selbstständigen mit ihren pfiffigen Ideen und hob die positive Entwicklung bei den Leerständen mit unter fünf Prozent hervor. Am Ende der Versammlung kündigte Martin Pursian einen möglichen „Austausch“ regionaler Produkte aus Attendorn und der Partnerstadt Rawicz an.
