Vortrag in der Helios Klinik Attendorn zum Reizdarmsyndrom

Nahrungsmittelunverträglichkeiten


 von © Minerva Studio / lia
© © Minerva Studio / lia

Attendorn. Dr. Martin Vielhauer, Chefarzt Gastroenterologie, Innere Medizin und Infektionskrankheiten spricht am Mittwoch, 8. Mai, ab 17 Uhr über das Thema „Reizdarmsyndrom – Nahrungsmittelunverträglichkeiten“.


Er erläutert, was ein Reizdarmsyndrom ist, welche neuen Erkenntnisse es gibt und welche Rolle unsere Ernährung dabei spielt. Zudem skizziert er mögliche Behandlungsansätze. Die Veranstaltung findet im Großen Saal der Helios Klinik Attendorn statt und ist kostenlos.
 
Das Reizdarmsyndrom ist eine Erkrankung des Verdauungstraktes. 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung haben reizdarmähnliche Beschwerden. Typischerweise klagen die Patienten über Bauchschmerzen, die mit Verstopfung, Durchfall oder beidem und/oder Blähungen einhergehen. Die Diagnose stellt der Arzt, wenn diese Symptome vorliegen und andere bösartige Darmerkrankungen ausgeschlossen werden können.  
Ernährung als Risikofaktor
Viele Menschen, die einen gereizten Darm haben, berichten, dass bestimmte Lebensmittel die Beschwerden hervorrufen. „Warum das so ist, ist längst noch nicht klar“, so Dr. Vielhauer. „Aber wir wissen, dass unser Essen früher deutlich unbelasteter, regionaler und weniger vielfältig war.“

Heute stehen unzählige Obst- und Gemüsesorten saison-unabhängig zur Verfügung und es wird eine Vielzahl an Zusatzstoffen verwendet, vor allem in Fertigprodukten. Es ist wahrscheinlich, dass es dadurch zu Allergien und Unverträglichkeiten kommt. Gleichzeitig werden heute Getreideprodukte zunehmend schlechter vertragen und das Gluten als „krankmachend“ angesehen.

Der Vortrag will einen Weg durch den Dschungel der Unverträglichkeiten und Mythen rund um die Ernährung darstellen und mögliche Therapieoptionen aufzeigen. Ein Reizdarm tritt bei Frauen etwa doppelt so oft auf wie bei Männern.
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