Unbekannte verunstalten mit Farbschmierereien die Innenstadt

Stadt Attendorn setzt Belohnung aus


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Die Stele am Niedersten Tor wurde am Wochenende Opfer einer Vandalismus-Attacke. von Hansestadt Attendorn
Die Stele am Niedersten Tor wurde am Wochenende Opfer einer Vandalismus-Attacke. © Hansestadt Attendorn

Attendorn. Das Thema Vandalismus schlägt in der Hansestadt hohe Wellen. Die Stele am Niedersten Tor sowie weitere Objekte in diesem Bereich sind am Wochenende (28. Januar bis 30. Januar) von unbekannten Tätern mit roter Farbe beschmiert worden. Bei Facebook entwickelte sich deshalb eine Diskussion. Überwachungskameras werden gefordert. Die Polizei erklärt, was möglich und umsetzbar ist. Auch die Stadt Attendorn bezieht Stellung.


Offenbar ist das Niederste Tor nicht der einzige Ort, wo die Vandalen ihr Unwesen getrieben haben. Der Briefkasten der Deutschen Post hat auch einen roten Farbanstrich bekommen. Ein Nutzer der Facebook-Gruppe „Hansestadt Attendorn&Umgebung“ schreibt: „Am Grafweg hat auch ein Haus die gleiche Farbe abbekommen.“ Der Vandalismus ist nicht nur in der Innenstadt vorhanden, auch im Industriegebiet ist es wohl schon dazu gekommen. Eine Nutzerin schreibt: „In der Stesse sieht auch nicht anders aus, Bank kaputt gemacht und Flaschen kaputt geworfen.“

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Wie die Nutzer der Facebook-Gruppe dagegen vorgehen möchten? Einer schreibt: „In Dortmund und anderen Städten hängt man Überwachungskameras gegen Vandalismus auf.“ Aber ist das überhaupt so einfach? LokalPlus hat bei Polizeihauptkommissar Thorsten Scheen nachgefragt. Der sagt: „Hier gibt es rechtliche Vorgaben. Im Einzelfall muss geprüft werden, inwieweit dies möglich ist.“

Hohe Hürden für Videoüberwachung

Eine Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist an hohe Hürden geknüpft. Damit so etwas installiert werden könne, müsse es in der Vergangenheit in einem konkreten Bereich vermehrt zu Straftaten gekommen sein. Zudem stelle die Videoüberwachung auch einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar. In jedem Bereich mit Videoüberwachung werden Hinweistafeln angebracht: „Dieser Bereich wird videoüberwacht.“

Ein Schild wie dieses muss in Deutschland angebracht sein, sofern im öffentlichen Raum eine Videoüberwachung stattfindet. von amazon.de
Ein Schild wie dieses muss in Deutschland angebracht sein, sofern im öffentlichen Raum eine Videoüberwachung stattfindet. © amazon.de

Bei den Tätern gebe es, so Scheen, kein konkretes Täterprofil: „Wir haben keine konkreten Hinweise auf Jugendliche. Theoretisch hätte jede Tat ein anderer Täter begehen können.“

1.000 Euro für sachdienliche Hinweise

Die Stadt Attendorn zeigte sich über die Situation verärgert. Nun sucht man Zeugen, die Hinweise zur Ergreifung der Täter geben können, um diese dann für die Beschädigungen zur Verantwortung zu ziehen.

Hinweise aus der Bevölkerung zur Ergreifung der Farbschmierer nimmt die Polizeidienststelle Olpe unter Telefon (02761) 92690 entgegen. Die Hansestadt Attendorn hat eine Belohnung von 1.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung der Täter führen.

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