Therapiebegleithund Frieda bereichert den Werkstatt-Alltag in Attendorn
Pfotenabdrücke, die bleiben
- Attendorn, 04.02.2026
- Verschiedenes
Attendorn. Manchmal braucht es keine großen Worte, sondern nur vier Pfoten, einen offenen Blick und einen wedelnden Schwanz: Seit April vergangenen Jahres ist die Miniature-Australian-Shepherd-Hündin Frieda ein fester Bestandteil der Abteilung Attendorn der Werthmann-Werkstätten. Mit ihrem Frauchen Kathrin Klein-Kraume, Gruppenleitung im Team Dienstleistung, unterstützt sie als ausgebildeter Therapiebegleithund die Beschäftigten im Arbeitsalltag – und verändert ihn auf stille, aber nachhaltige Weise.



Frieda ist Zuhörerin, Trösterin und fröhliche Begleiterin im Arbeitsalltag. Ihre zugewandte Art wirkt sich spürbar positiv auf die Atmosphäre aus. „Sie schafft Nähe und Vertrauen und begegnet jedem Menschen offen und wertschätzend. So erreicht sie auch diejenigen, die sich sonst eher zurückziehen“, beobachtet Kathrin Klein-Kraume.

Durch spielerische Übungen mit dem Vierbeiner werden unter anderem die Feinmotorik, die kognitive Flexibilität sowie sprachliche und soziale Kompetenzen gefördert. Ohne Druck, ohne Erwartungen – dafür mit ganz viel Freude. Gleichzeitig stärken die gemeinsamen Aktivitäten mit Frieda das Selbstvertrauen und die Konzentration.
Die Begeisterung der Teilnehmer ist dabei deutlich spürbar. Oxana Wrede berichtet, ihr habe besonders das Tastspiel gefallen, „bei dem wir erraten mussten, was in den Säckchen ist, die uns Frieda gegeben hat“. Yvonne Lennig schwärmt von dem Moment, in dem sie Leckerchen für Frieda auf eine Kordel auffädeln durfte – eine Aufgabe, die Geduld erfordert und am Ende mit einem glücklichen Hundeblick belohnt wurde.
Auch der direkte Kontakt spielt in der Zusammenarbeit eine große Rolle: Oxana Wrede beschreibt, wie wohltuend es für sie ist, Frieda zu streicheln: „Wenn ich sie anfasse, werde ich ganz ruhig. Sie ist so schön flauschig“.

In emotional herausfordernden Situationen einzelner Beschäftigter sorgt Friedas Präsenz auch abseits der Kurse für Entspannung. Wenn Frieda leise den Raum betritt, verändere sich die Stimmung spürbar – Anspannung weiche Aufmerksamkeit, Unruhe werde zu Ruhe.
„Frieda verteilt gute Laune, wenn ich schlecht drauf bin – und dann geht es mir besser“, erzählt Oxana Wrede offen. „Und Frieda liebt ihre Aufgabe, das spürt man“, bekräftigt Kathrin Klein-Kraume. „Mit jedem wedelnden Schwanz, jeder vorsichtigen Annäherung und jedem neugierigen Blick hinterlässt sie Spuren – nicht nur in unserem Werkstatt-Alltag, sondern vor allem in den Herzen unserer Beschäftigten.“
