Theatergruppe Helden präsentiert dreimal „Trudes Bude“

Vorhang auf und Bühne frei


Zurzeit wird bei der Theatergruppe Helden noch fleißig geübt. von privat
Zurzeit wird bei der Theatergruppe Helden noch fleißig geübt. © privat

Helden. Es ist wieder so weit. In der Heldener Schützenhalle hebt sich der Vorhang und die Theatergruppe Helden bringt ihr neues Stück „Trudes Bude“ von Bernd Kietzke auf die Bühne bringt.


Zum Inhalt:  
Oberflächlich betrachtet ist „Trudes Bude“ nur ein schäbiger Kiosk in einem etwas heruntergekommenen Wohngebiet. Genau genommen ist es aber auch der Mittelpunkt, die Seele des Viertels. Hier treffen sich verschiedenste Charaktere zu den unmöglichsten Zeiten. Trude ist Zuhörer, Ratgeber, Streitschlichter und, wenn es sein muss, auch Liebesbote. In diese letzte Bastion zwischenmenschlicher Begegnungen platzt die Nachricht, dass der Kiosk einem ehrgeizigen Bauprojekt weichen soll. Eigentlich ein klarer Fall, denn die Besitzverhältnisse sprechen gegen Trude. Aber weder die gierige Erbin des Grundstücks noch der durchtriebene Investor haben mit dem erbitterten Widerstand der „Trudianer“ gerechnet, die ihr „Zuhause“ bedroht sehen. Dass man bei der Auseinandersetzung nicht allzu zimperlich vorgeht, liegt zum einen an den turbulenten Lebensläufen der Beteiligten, zum anderen an den sehr verzwickten Verhältnissen untereinander. Es beginnt ein Spiel mit hohem Einsatz und man lernt sich so richtig kennen.
Akteure:
Trude Krämer (Nina Arens): Kioskbesitzerin mit Leib und Seele, hat das Herz am rechten Fleck. Der drohende Verlust des Büdchens ist ein herber Einschnitt. Niemals hätte sie damit gerechnet. Aber auch die radikale und entschlossene Solidarität ihrer Kunden überrascht sie.

Einstein (Maik Wegener): Kein Mensch weiß, wie er wirklich heißt, er am allerwenigsten. Ein verkrachtes Genie, das immer exakt einen Zentimeter neben der Spur ist. Unbestritten hochintelligent bringt er trotzdem ziemlich vieles durcheinander. Manchmal eben auch seine Mitmenschen.

Erna Willmer (Charlotte Kujawa): Die ihre frisch geerbten Grundstücke und Immobilien so schnell wie möglich gewinnbringend verkaufen und dann endlich auf Marbella das Leben führen will, das sie nur aus den Magazinen beim Friseur kennt. Das Ziel ist greifbar nahe. Wäre da nur nicht dieser Rest von Gewissen in ihr.

Arnold Macher (Ulrich Gabriel): Skrupellos und eiskalt verfolgt er seine Pläne. Er möchte das Grundstück, auf dem der Kiosk steht, weil er es braucht, um hier ein neues exklusives Wohnquartier entstehen zu lassen. Schon aus Gewohnheit versucht er, jeden Geschäftspartner zu betrügen. Das könnte sich rächen.

Nele Krämer (Theresa Gabriel): Die Nicht von Trude hat die Gutherzigkeit Ihrer Tante geerbt und leidet mit ihr mit. Dass sie vor kurzem eine Ausbildung beim einzigen Notar weit und breit begonnen hat, könnte sich noch als unschätzbarer Vorteil herausstellen.

Lola (Janina Florath): Eine echte Bordsteinschwalbe, die jeden im Viertel kennt. Manche eben etwas näher. Sie geht ihrem Gewerbe mit dem nötigen Ernst nach und ist entsprechend verschwiegen. Das könnte sich aber ändern, wenn man ihr und ihren Stammkunden den Treffpunkt nimmt.

Manni „das Messer“ Mack (Raphael Scheckel): Lebensgefährte, Beschützer und Geschäftspartner von Lola. Völlig frei von Eifersucht kümmert er sich um Kundenkontakte und Zahlungspünktlichkeit. Dass man Leute wie Lola und ihn nicht mehr haben will, macht ihn etwas wütend. Und niemand möchte „das Messer“ wütend erleben.

Jana Schön (Vivien Köster): Ein Name, ein Zustand! Sie interessiert sich hauptsächlich für sich und ihr Aussehen. Ein reicher Mann sollte es sein, Charakter und Alter sind da nicht so wichtig. Ihre Oberflächlichkeit bringt sie anscheinend in eine gefährliche Richtung. Ob sie noch rechtzeitig umkehrt?

Harald Kutscher (Sebastian Belke/Christian Richard): Taxi-Fahrer aus Leidenschaft. Er liebt die Wartezeiten, die der Job mit sich bringt, denn da kann man lesen, sich weiterbilden und Antworten auf Fragen des Lebens finden. Und bei den Fahrten kommt einem außerdem so einiges zu Ohren.

Ria Raatsch (Lisa Schmidt): Sie weiß alles, sieht alles, erzählt alles. Nicht, dass sie bösartig wäre, aber es ist ihr lieber, wenn Unfriede herrscht, denn nur dann gibt es etwas zu sehen und somit auch zu reden. Als diese spezielle Idylle in Gefahr gerät, wird sie aktiv.

Benni Mack (Moritz Gabriel): Der Neffe von „Messer“ ist ein etwas unterbelichteter Kleinkrimineller, der davon träumt, irgendwann das Geschäftsgebiet vom Onkel zu übernehmen. Leider kommt ihm immer wiedersein Pech und auch die Polizei dazwischen … oder das Leben.
Termine:
  • Freitag: 25. Oktober,  20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
  • Samstag: 26.Oktober 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
  • Sonntag: 27. Oktober 15 Uhr (Einlass 14.30 Uhr – Seniorennachmittag
Eintrittspreise:
Freitag und Samstag: Erwachsene 6 Euro, Kinder 3 Euro
Sonntag: Eintritt frei

Für die Premiere am Freitag sowie die weitere Aufführung am Samstag können ab sofort Eintrittskarten telefonisch (Mo-FR, 16 -21 Uhr unter 0151/25916088) oder per Mail an reservierung@theatergruppe-helden.de vorbestellt werden.
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