Theatergruppe Helden freut sich über Zuschauerrekord

„Trudes Bude“ begeisterte


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An Trudes Bude herrscht auch schon mal das Gesetz des Stärkeren. von Nicole Voss
An Trudes Bude herrscht auch schon mal das Gesetz des Stärkeren. © Nicole Voss

Helden. Lampenfieber, Skepsis, ob viele Gäste kommen und ob das diesjährige Stück „Trudes Bude“ ankommt, waren am Sonntag, 27. Oktober, bei der dritten Vorstellung der Theatergruppe Helden Schnee von gestern. Was blieb, waren einige improvisierte Textaussetzer - und die waren gewollt, wie Ulrich Gabriel (Vater der Kompanie) schmunzelnd erklärte - und das gute Gefühl, dieses Jahr einen Zuschauerrekord gebrochen zu haben.


200 Gäste bei der Premiere am Freitag, 25. Oktober, und rund 100 Gäste am Samstag, 26. Oktober, unterhalten zu haben, zauberte den Laiendarstellern mehr als ein Lachen ins Gesicht.

Auch Christian Richard, Newcomer auf der Heldener Theaterbühne, war begeistert. Der Grevenbrücker hatte seinen „Vertrag“, bei den Theaterfreunden einsteigen zu wollen, beim Heldener Schützenfest unterschrieben -standesgemäß, wie es sich gehört, natürlich auf einem Bierdeckel. Für gewöhnlich sprechen die Darsteller ihre neuen Mitspieler an. Bei Christian Richard war es anders. Er ergriff die Initiative.
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„Wir wissen sofort, ob es passt. Wir stehen zusammen auf der Bühne, organisieren Kochabende und Weihnachtsfeiern“, beschreibt Ulrich Gabriel. Und noch etwas ist sicherlich einzigartig: Die einzige gemeinsame Probe ist die Premiere. Bis dahin proben alle für sich. „Und auf einmal steht man nicht mehr alleine im Raum und hört nur sich selbst, sondern ist Teil des Ensembles“, beschreibt Lisa Schmidt.

Es funktionierte wieder mit dem Überraschungseffekt. Und noch was: Die Theatergruppe Helden ist in der Lage, über sich selbst zu lachen. Insbesondere Nina Arens, die laut ihrer Mitspieler mit ihrer ansteckenden Lache zwei bis fünf Lachflashs bei jeder Aufführung hat.
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Die Erfolgsstory der ersten beiden Aufführungstage setzte sich fort. Bei der Seniorenvorstellung hatte das Ensemble etwa 70 Besucher kalkuliert und genauso viele Stühle gestellt. Es reichte nicht. Noch kurz bevor sich der Vorhang öffnete, wurden kurzerhand Sitzgelegenheiten dazu gestellt.

Mehr als 90 Theaterfans warteten mit Vorfreude auf die Vorstellung und begrüßten das Ensemble mit viel Beifall. Im Mittelpunkt stand „Trudes Bude“, der Treffpunkt für gescheiterte Existenzen: eine Bordsteinschwalbe, ihr lautstarker Zuhälter, ein gutmütiger Taxifahrer, der die Wartezeiten liebt, ein skrupelloser Immobilienmakler, ein unterbelichteter Kleinkrimineller und natürlich Trude, die an ihrer Bude die verschiedenen Charaktere zusammen hält.
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Solange bis der Immobilienmakler das „soziale Zentrum“ des Ortes platt machen will. Die schauspielerische Leistung, Gestik und Mimik machten das Stück zu einem Genuss. Der langanhaltende Beifall belohnte jeden Einzelnen.
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