Theatergruppe Helden freut sich über Zuschauerrekord
„Trudes Bude“ begeisterte
- Attendorn, 28.10.2019
- Von Nicole Voss
Helden. Lampenfieber, Skepsis, ob viele Gäste kommen und ob das diesjährige Stück „Trudes Bude“ ankommt, waren am Sonntag, 27. Oktober, bei der dritten Vorstellung der Theatergruppe Helden Schnee von gestern. Was blieb, waren einige improvisierte Textaussetzer - und die waren gewollt, wie Ulrich Gabriel (Vater der Kompanie) schmunzelnd erklärte - und das gute Gefühl, dieses Jahr einen Zuschauerrekord gebrochen zu haben.



Auch Christian Richard, Newcomer auf der Heldener Theaterbühne, war begeistert. Der Grevenbrücker hatte seinen „Vertrag“, bei den Theaterfreunden einsteigen zu wollen, beim Heldener Schützenfest unterschrieben -standesgemäß, wie es sich gehört, natürlich auf einem Bierdeckel. Für gewöhnlich sprechen die Darsteller ihre neuen Mitspieler an. Bei Christian Richard war es anders. Er ergriff die Initiative.
Es funktionierte wieder mit dem Überraschungseffekt. Und noch was: Die Theatergruppe Helden ist in der Lage, über sich selbst zu lachen. Insbesondere Nina Arens, die laut ihrer Mitspieler mit ihrer ansteckenden Lache zwei bis fünf Lachflashs bei jeder Aufführung hat.
Mehr als 90 Theaterfans warteten mit Vorfreude auf die Vorstellung und begrüßten das Ensemble mit viel Beifall. Im Mittelpunkt stand „Trudes Bude“, der Treffpunkt für gescheiterte Existenzen: eine Bordsteinschwalbe, ihr lautstarker Zuhälter, ein gutmütiger Taxifahrer, der die Wartezeiten liebt, ein skrupelloser Immobilienmakler, ein unterbelichteter Kleinkrimineller und natürlich Trude, die an ihrer Bude die verschiedenen Charaktere zusammen hält.
