Stromausfall in Attendorn: was die Ursache für den „Blackout“ war
2022 bereits 17 Störungen im Mittelspannungsnetz
- Attendorn, 27.07.2022
- Verschiedenes
- Von Adam Fox
Attendorn. Tatort-Fans haben am Sonntag, 24. Juli, Glück gehabt und konnten die Folge „Anne und der Tod“ gemütlich zu Ende schauen. Denn rund zwei Minuten nach dem Abspann, um 21.47 Uhr, begann in ein paar Gebieten der Stadt Attendorn ein Stromausfall, der je nach Lage bis zu vier Stunden andauern sollte.



„Die Ursache des Stromausfalls ein Kurzschluss in einer erdverlegten 10kV-Muffe auf der Mittelspannungsleitung zwischen den Trafostationen „Am Remmenstein“ und „Sonderschule“ in der Straße „Hohler Weg“, Ecke Bergstraße“, teilte Ingo Ehrhardt, Geschäftsführer der Bigge Energie, auf Anfrage von LokalPlus mit.
Betroffen vom Stromausfall waren in der Spitze bis zu 15 Ortsnetzstationen. Dazu gehörten die Gebiete „Kampstraße/Hohler Weg/Biekhofer Straße“ und „Biekhofen“ und zum anderen das Gebiet „Bremger Weg/Friedensstraße/Am Hellepädchen“.

Ehrhardt teilte mit, dass der Stromausfall zu unterschiedlichen Zeiten behoben werden konnte. Das Gebiet „Kampstraße/Hohler Weg/Biekhofen“ war gegen 22.23 Uhr wieder versorgt. 17 Minuten später, um 22.40 Uhr, war das Gebiet „Bremger Weg/Friedensstraße/Am Hellepädchen“ sowie die Biekhofer Straße wieder versorgt.
Am längsten musste hingegen ein Teilstück des Hohlen Weges, die Straße „Auf dem Wolfsstein“ sowie die Bergstraße warten, bis es an das Stromnetz angeschlossen werden konnte. Gegen 1.51 Uhr konnten diese - mit Hilfe eines Notstromaggregates - wieder versorgt werden.
„Kleinere gewerbliche Betriebe waren natürlich auch von dem Stromausfall betroffen. Inwieweit diese aber in der Nacht von Sonntag auf Montag betrieblich tätig waren, entzieht sich unserer Kenntnis“, so Ehrhardt.

Die aufgetretene Störung am Sonntag ist nicht die erste im Jahr 2022 im Netzgebiet der Bigge Energie. Im Laufe des Jahres hat es bisher 17 Störungen im Mittelspannungsnetz, davon vier im Raum Attendorn - mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen - gegeben.
„Das hört sich jetzt viel an, ist es aber nicht für ein Stromnetz wie das unsere mit mehr als 2.000 Kilometer Länge und knapp 48.000 Anschlusspunkten“, macht der Geschäftsführer die enorme Länge der Stromtrasse deutlich.
Wenn in Zukunft ein Stromausfall auftritt, empfiehlt Ingo Ehrhardt: „Ruhe bewahren.“ Zunächst sollte man schauen, ob ausschließlich das eigene Haus betroffen ist und die Sicherungen kontrollieren. Wenn mehrere Häuser oder ein ganzer Straßenzug betroffen sind, dann kann das Anliegen unter der Störungsnummer 02761/896-1111 mitgeteilt werden. Die Nummer ist rund um die Uhr erreichbar.
