„Sicher als Senior“: Kampfsportler zeigen Selbstbehauptung im „lebensfroh“

Aktionstag im Begegnungszentrum


Selbstbehauptung für Senioren im Begegnungszentrum „lebensfroh“: Maria Hebbecker wehrt einen simulierten Angriff von Didi Hähner ab. von Wolfgang Teipel
Selbstbehauptung für Senioren im Begegnungszentrum „lebensfroh“: Maria Hebbecker wehrt einen simulierten Angriff von Didi Hähner ab. © Wolfgang Teipel

Attendorn. Die beiden erfahrenen Kampfsportler Didi Hähner und Dominik Hartmann sind jetzt auf Einladung des Kreissportbundes Olpe, des SeniorenSport Vereins Attendorn, des Seniorenrates der Hansestadt Attendorn und des AGIL Seniorenbüros Attendorn zu Gast im Attendorner Begegnungszentrum „lebensfroh“ gewesen. Unter dem Motto “Sicher als Senior“ erlebten die Teilnehmer einen Aktionstag rund um das Thema Selbstbehauptung im Alter.


Trainer Didi Hähner und Maria Hebbecker vom Kreissportbund Olpe machen es vor: Wenn der Angreifer von vorne kommt und auf den Kopf schlagen will, heißt es: Arme hoch und Hände fest über dem Kopf verschränken. Das wirkt wie ein Schild und schützt empfindliche Stellen im Gesicht wie Augen, Nase und Mund. 26 Teilnehmer schauen interessiert zu.

Wenig später hat die Hälfte von ihnen ebenfalls eine Pratze in der Hand und simuliert mit dem blauen Schlagpolster einen Angriff auf den Partner. Verletzte gibt es an diesem Tag im Begegnungszentrum „lebensfroh“ keine. Darauf achten Didi Hähner und Dominik Hartmann von der NSG Sports aus dem Siegerland.

Praktische Übungen und Tipps

„Menschen ab 60 werden eher seltener Opfer von Gewalt“, sagt Didi Hähner. Er warnt aber vor Verharmlosung von Straftaten gegen ältere Menschen. „Die Angst vor den Folgen einer Straftat kann bei betroffenen Älteren schwerer wiegen als etwa bei jüngeren Opfern.“ Außerdem könne konkrete Opfererfahrung weiter verstärkt werden.

Deshalb rät er in erster Linie zur Selbstbehauptung. In kritischen Situationen solle man Selbstbewusstsein ausstrahlen, aufrecht gehen und mit lauter Stimme sprechen. So lasse sich die Opferrolle vielfach vermeiden. All das trainierten die Teilnehmer bei praktischen Übungen. Inhalte des Kurses waren neben Körpersprache auch, Gestik, Mimik, Verhaltensweisen und Stimmtraining.

Das Wichtigste sei, präventiv zu handeln, betonten Didi Hähner und Dominik Hartmann. Und wenn es zur Attacke kommt? „Jeder kann sich wehren“, erklären die beiden Männer von NSG Sports und zeigten später auch, wie Ältere den Spazierstock, eine Gehstütze, einen Regenschirm oder andere Gegenstände zur Selbstverteidigung einsetzen können.

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