„Seid ihr in Feierlaune?“ – Herbstball der Attendorner Schützen

Ernste Worte, volle Tanzfläche: Schützen feiern Gemeinschaft am Tag der Einheit


  • Attendorn, 04.10.2026
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  • Von Maren Schürholz
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Ernste Worte und später ausgelassene Stimmung gab es auf dem Herbstball der Attendorner Schützen in Windhausen. von Maren Schürholz
Ernste Worte und später ausgelassene Stimmung gab es auf dem Herbstball der Attendorner Schützen in Windhausen. © Maren Schürholz

Windhausen. „Seid ihr in Feierlaune?“ Mit dieser Frage begann und beendete Bürgermeister Christian Pospischil am Samstag, 3. Oktober, seine Rede beim Herbstball der Stadtschützengemeinschaft Attendorn. Die Antwort gaben die Gäste später auf der Tanzfläche. Gastgeber war in diesem Jahr die St. Antonius-Schützenbruderschaft Windhausen.


Deren erster Vorsitzender Marcel Hecker eröffnete den Abend und begrüßte zahlreiche Gäste, darunter den Musikverein Rhode, der den Abend musikalisch begleitete. Ein Dank ging an alle Ehrenamtlichen und Helfer. „Uns verbindet mehr als uns trennt“, sagte Marcel Hecker.

Er erinnerte daran, wie zerbrechlich Frieden sein kann, und warb dafür, miteinander zu reden und einander zuzuhören. „Die Vereine übernehmen Verantwortung für ihre Orte und sie sorgen dafür, dass aus einem Wohnort ein Zuhause wird. Darauf dürfen wir stolz sein.“

Auch der Bürgermeister schlug am Tag der Deutschen Einheit ernste Töne an. Mit Blick auf die Landtagswahlen in Ostdeutschland sagte er, der Stimmanteil extremistischer Parteien sei so hoch, „dass wir uns Sorgen um unsere Demokratie machen müssen“.

Einstehen für Demokratie, Recht und Freiheit

Die gleichen Tendenzen gebe es in abgeschwächter Form auch im Westen und auch in Attendorn. Der Wert des 3. Oktober liege darin, sich daran zu erinnern, dass man für Demokratie, Recht und Freiheit einstehen müsse. Es reiche nicht, sich Sorgen zu machen, man müsse anpacken.

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Ernste Worte und später ausgelassene Stimmung gab es auf dem Herbstball der Attendorner Schützen in Windhausen.

Den Schützen sprach Pospischil dabei eine wichtige Rolle zu: „In diesen Zeiten brauchen Menschen Stabilitätsanker. Und sie können sie, zumindest hier in unserer Region, im Schützenwesen finden.“ Die Schützen stärkten Identität und Heimat und schafften Platz für Gemeinschaft.

Dann gehörte der Saal den Majestäten. Verein für Verein rief Marcel Hecker sie auf: Königspaare, Jungschützenkönigspaare und Kaiserpaare zogen nacheinander ein und zeigten, wie groß die Schützenfamilie der Hansestadt ist.

Attendorner Schützen können feiern

Nach dem Ausmarsch spielte der Musikverein Rhode auf, es wurde angestoßen, und an den Tischen kamen die Vereine miteinander ins Gespräch. Genau dafür ist der Herbstball da: sich austauschen und das Schützenjahr gemeinsam ausklingen lassen.

Am späteren Abend übernahm die Coverband Taktlos aus Rhode, und aus dem Ball wurde eine Party. Die Tanzfläche füllte sich, es wurde getanzt, gelacht und laut mitgesungen. Selbst Christian Pospischil schwang das Tanzbein. Seine Frage vom Anfang war damit beantwortet: Ja, Attendorns Schützen waren in Feierlaune.

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