Attendorn. 80 Besucher unterschiedlichster Nationalität und Religionszugehörigkeit konnte Nezahat Baradari als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration & Vielfalt der SPD im Kreis Olpe zur Feier des Frühlingsfestes Newrouz am letzten Sonntag im März in Attendorn begrüßen.
Newroz, Nourouz oder Nevruz (viele andere Namen und Schreibweisen sind je nach Volkssprache bekannt) ist das uralte Frühlingsfest, das im mesopotamischen Raum um die Flüsse Euphrat und Tigris herum vor über 3.000 Jahren entstanden ist. In einem Gebiet also, in dem, wenn man es auf den gesamten Nahen Osten erweitert, auch alle drei monotheistischen Weltreligionen - Judentum, Christentum und Islam - ihren Ursprung haben.
Es wird, wie das christliche Osterfest, in der Zeit um die Tag- und Nachtgleiche herum vom östlichen Mittelmeer aus, sowie vom Iran und dem Kaukasus her bis hin zu den Steppen Usbekistans und dem afghanischen und pakistanischen Hochland, begangen, um das Wiedererwachen der Natur und den Beginn der fruchtbringenden Jahreszeit zu feiern.
Natürlich gehört zu einem Fruchtbarkeitsfest auch ein opulentes Mahl. Und so bog sich auch im Begegnungszentrum „Lebensfroh“ der evangelischen Gemeinde Attendorns der Tisch unter der Last des Büfetts. Der Raum war erfüllt vom Duft der exotischen Gewürze der von den Gästen mitgebrachten pikant-aromatischen oder auch köstlich süßen orientalischen Speisen.
Nach einem Kurzvortrag von Ramin Baradari über die Ursprünge und die Geschichte des Festes wurde mit traditioneller Musik und interessanten Gesprächen bei Kaffee und Tee gefeiert bis in den frühen Abend.