Mubea baut 200 Stellen an einem seiner deutschen Standorte ab

Sozialverträgliche Lösungen angestrebt


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Das Mubea-Werk in Daaden. von Mubea
Das Mubea-Werk in Daaden. © Mubea

Attendorn/Daaden. Die Unternehmensgruppe Mubea mit dem Stammsitz in Attendorn will in den kommenden gut zwei Jahren 200 Stellen an seinem Standort Daaden/Weitefeld (Kreis Altenkirchen) abbauen. Das hat der Automobilzulieferer am Montag, 21. September, in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Bisher sind in Daaden und Weitefeld 600 Mitarbeitende beschäftigt.


„Mubea plant bis Ende 2028 strukturelle Maßnahmen am Standort Daaden/Weitefeld, um dessen Wettbewerbsfähigkeit in einem anspruchsvollen Marktumfeld nachhaltig zu sichern. Treiber dieser Entwicklung sind veränderte Kundeneinkaufsentscheidungen, zunehmender internationaler Kostendruck, kostensteigernde europäische Regulierung sowie die Auswirkungen der aktuellen US-Zollpolitik. Dies alles resultiert in deutlich reduzierten Produktionsmengen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Ältestes Zweigwerk

Für den Standort Daaden/Weitefeld ergebe sich aufgrund aller erforderlichen Änderungen zum Ende des Jahres 2028 ein Personalbedarf von rund 400 statt derzeit 600 Mitarbeitenden. Das Werk in Daaden im Westerwald wurde 1960 eröffnet und war damals das erste Zweigwerk von Mubea. Seit 2001 ist das Werk im benachbarten Weitefeld in Betrieb. Beide werden unter dem Standort Daaden/Weitefeld geführt.

Der Personalabbau solle schrittweise über mehrere Jahre erfolgen und sozialverträglich sein, kündigte Mubea an. In der Pressemitteilung heißt es: „Dazu zählen aus Unternehmenssicht unter anderem Beschäftigungsmöglichkeiten an anderen Mubea-Standorten – insbesondere an den wachsenden Luftfahrtstandorten – sowie Angebote für ein Austritts- und Rentenüberbrückungsprogramm. Konkrete Umsetzungsschritte werden im Rahmen der Gespräche mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen abgestimmt.“

Standorte zukunftssicher aufstellen

Nach Unternehmensangaben ist ein Zukunftskonzept für den Standort Daaden entwickelt worden. Mubea plant in den Jahren 2027 und 2028 größere Investitionen in den Produktionsbereich für Tellerfedern. Zusätzlich gibt es aktuell Entwicklungen in neuen Produktbereichen für die Wasserstoffproduktion und weitere Industrieanwendungen. Diese Marktfelder könnten mittelfristig in Daaden etabliert werden.

Das Unternehmen sieht nach eigenen Angaben seine Verantwortung darin, die Standorte in Deutschland zukunftssicher aufzustellen. Die dafür unausweichlichen Maßnahmen fielen der Geschäftsführung nicht leicht. Man habe den Anspruch, „den Prozess verantwortungsvoll, transparent und sozialverträglich zu gestalten und dabei so viele Beschäftigungsperspektiven wie möglich zu erhalten“.

Über Mubea


  • Die Mubea-Gruppe mit Hauptsitz in Attendorn ist ein Leichtbauspezialist für Automobil- und Luftfahrtkomponenten.
  • 2025 wurde ein Umsatz von ca. 3,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.
  • Mubea beschäftigt ca. 17.200 Mitarbeitende an 70 Standorten, davon ca. 4.500 Mitarbeitende in Deutschland.
  • Das Unternehmen ist seit 1916 ein inhabergeführtes Familienunternehmen und Weltmarktführer für Automobilkomponenten.
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