Medizinstudentin aus Rotterdam lernt Hausarztalltag in Attendorn kennen

Internationale Kooperation


Von links: Christina Röcher, Dr. Thassilo Rustemeyer, Dr. Rolf Falke, Merel Robbers, Prof. Dr. Veit Braun. von Julia Luke, Stadt Attendorn
Von links: Christina Röcher, Dr. Thassilo Rustemeyer, Dr. Rolf Falke, Merel Robbers, Prof. Dr. Veit Braun. © Julia Luke, Stadt Attendorn

Attendorn. Attendorn und insbesondere die Fachübergreifende Gemeinschaftspraxis Dres. med. Rustemeyer und Falke hat seit dem 13. November Unterstützung aus Rotterdam: Die 24-jährige Merel Robbers, Studentin des Erasmus Medical Center in Rotterdam, erhält für sechs Wochen Einblick in die Hausarztmedizin im Kreis Olpe.


Möglich machte dies ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Siegen und dem Kreis Olpe mit seiner „Ärztekümmerin“ Christina Röcher (Servicestelle für Ärzte im Kreis Olpe). Auch die Hansestadt Attendorn ist Projektpartnerin und finanziert den Aufenthalt von Merel Robbers größtenteils. Mitarbeiterin Julia Luke war hierbei organisatorisch mitverantwortlich.

Professor Dr. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie im Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen und Projektleiter, schildert den Erfolg des Projekts: „Seit vielen Jahren lässt das renommierte Erasmus Medical Center in Rotterdam in den klinischen Fächern – insbesondere in der Gynäkologie, Pädiatrie und Neurochirurgie – einen Teil seiner Studenten in Siegen im Praktischen Jahr ausbilden.“

Dritte Studentin

Im vergangenen Jahr hatten sich die Ausbildungs-Verantwortlichen Dr. Sander Koning und Dr. Daphne van Dongen auch Praxen im Kreis Olpe angesehen. Seitdem ist Merel Robbers bereits die dritte Studenten, die für ihren Ausbildungsblock Hausarztmedizin in die Region gekommen ist.

Prof. Braun: „Dies war nur möglich, weil der Kreis Olpe hier tatkräftig unterstützte und nicht nur für die Unterkunft und die Mobilität per Deutschlandticket sorgte, sondern auch mit viel Engagement den Studierenden unsere schöne Region präsentiert.“

Das Projekt kann dazu führen, dass die top ausgebildeten niederländischen Studierenden tatsächlich eine ärztliche Tätigkeit in der Region aufnehmen: Eine junge Medizinerin beginnt im kommenden Jahr als Assistenzärztin in der Neurochirurgie des Jung-Stilling-Krankenhauses ihre Facharztausbildung.

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