Laut und lecker: Marktschreier bringen Fischmarkt-Flair nach Attendorn

Eröffnung mit Freibier und bestem Frühlingswetter


  • Attendorn, 06.03.2026
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  • Von Jana Becker
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Impressionen vom Hamburger Fischmarkt in Attendorn 2026. von Jana Becker
Impressionen vom Hamburger Fischmarkt in Attendorn 2026. © Jana Becker

Attendorn. Viel hat am Freitag, 6. März, in der Attendorner Innenstadt nicht gefehlt, um sich vorstellen zu können, man schlendere über den Fischmarkt in Hamburg. Dafür sorgte die „Echte Gilde der Marktschreier“, die nun schon zum zweiten Mal in der Hansestadt zu Gast ist, um ihre Produkte auf eine ganz besondere Art anzupreisen. Bewaffnet mit Mikrofonen und mit frechen Sprüchen haben die Marktschreier die Besucher an ihre Verkaufswagen gelockt.


Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starteten die Besucher des Hamburger Fischmarkts mit Freibier und Fischbrötchen in ein herrliches Frühlingswochenende. Neben der vielfältigen Produktauswahl waren es vor allem die ausgefallenen Verkaufsstrategien der Marktschreier, die Besucher des Fischmarkts am Freitagvormittag unterhielten. Es wurde gefeilscht, gehandelt und geschrien, was das Zeug hält.

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Impressionen vom Hamburger Fischmarkt in Attendorn 2026.

Nicht nur die lustigen Sprüche, sondern auch die Sticheleien unter den Marktschreiern und die Seitenhiebe gegeneinander sorgten bei den Besuchern für Schmunzeln und lautes Gelächter. „Geht nicht zu dem, kauft lieber bei mir“, „Die Reichen hierher, die Armen können darüber gehen“, schallte es über den Marktplatz. Aber auch fachliches Wissen wurde vermittelt. „Aal-Hinnerk“ veranschaulichte, wie weich seine Aale sind, was von ihrer Frische zeuge.

Auch „Nudel-Kiri“ gab alles, um seine Ware an den Mann zu bringen. Mit Sprüchen wie: „Allein diese eine Nudelpackung ist mehr wert als der ganze Käse von nebenan“ brachte er die Kunden zum Lachen.

Mit direkten Ansprachen und Kostproben füllten die Verkäufer Tüten mit Wurst, Fisch, Schokolade, Nudeln und Käse und reichten sie den begeisterten Kunden - oder warfen sie ihnen im hohen Bogen zu. Das besondere Spektakel ließen sich auch einige Kindergartengruppen nicht entgehen, die am Stand von „Milkaaa-Maaaxxx“ bestens versorgt wurden.

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Impressionen vom Hamburger Fischmarkt in Attendorn 2026.

Um 11 Uhr betrat auch Bürgermeister Christian Pospischil den Verkaufswagen von „Käse Mey“, um das Marktreiben gemeinsam mit Veranstalter Achim Borgschulze zu eröffnen. Der lobte die Initiative der Hansestadt Attendorn: „Stirbt der Handel, stirbt die Stadt. Dagegen setzt ihr euch ihr in Attendorn ein!“, animierte er zum Applaus.

Damit richtete er sich auch an Kristin Meyer, Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus und dem Vorsitzenden der Attendorner Hanse, Martin Pursian, die an der Planung maßgeblich beteiligt waren.

„Ich freue mich, dass schon so viele so früh an diesem Werktag den Weg zum Marktplatz gefunden haben“, sagte Christian Pospischil. „Das ganze Wochenende können wir den Handel unterstützen, aber auch genießen.“

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Der Hamburger Fischmarkt hat am Freitag und Samstag, 6. und 7. März, jeweils von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag, 8. März, von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Zahlreiche Imbiss- und Getränkestände sorgen für das leibliche Wohl, ein bunter Krammarkt lädt zum Stöbern ein und die erste Sauerländer Meisterschaft im Krabbenpulen am Freitag um 15 Uhr verspricht Spannung und Unterhaltung.

Am Allee-Centers wird ein Kinderprogramm mit Hüpfburg und Spielmöglichkeiten angeboten und nach dem Wochenmarkt öffnet eine Kirmes auf dem Rathausplatz. Am Sonntag öffnen außerdem die Einzelhändler in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr ihre Türen für die Marktbesucher.

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