Kunterbuntes Attendorn: Veilchendienstagszug zieht große Narrenschar an
Karnevalisten lassen sich vom Wetter nicht abschrecken
- Attendorn, 17.02.2026
- Karneval
- Von Nils Dinkelund Lorena Klein
Attendorn. Bunter Straßenkarneval ist am Veilchendienstag, 17. Februar, in Attendorn gefeiert worden. Mehr als 2.000 Zugteilnehmer, aufgeteilt in mehr als 100 Gruppen, und viele tausend Zuschauer läuteten das närrische Finale in der Hansestadt ein.

Die „Kattfiller“ haben einmal mehr ihre Liebe zum Karneval unter Beweis gestellt und zahlreichen Narren eine Bühne geboten. Besonders bunt und vielfältig waren die Mottos der Wagen und Fußgruppen, die auch von einigen Musikgruppen begleitet wurden.
Pünktlich um 11.11 Uhr setzte sich der Zug am Parkplatz unterhalb der Atta-Höhle in Richtung Innenstadt in Bewegung, wo trotz des ungemütlichen und kalten Wetters mit Regen und Schnee schon viele, viele Jecken gespannt warteten – bunt kostümiert, dick eingepackt und mit großen Taschen für ordentlich Kamelle.

Ob sie das Wetter davon abgehalten hätte, heute nach Attendorn zu kommen? „Natürlich nicht!“, kam die Antwort vieler Zuschauer wie aus der Pistole geschossen. „Ich bin mit Karneval großgeworden. Das Wetter gehört auch irgendwie dazu“, so eine gut gelaunte Karnevalistin.
Und bei so einem farbenfrohen Umzug geriet der graue Himmel dann sowieso ganz schnell in Vergessenheit. Musikalische Minions reihten sich an Gardetänzerinnen und -tänzer und lustige Dalmatiner an Ritter und Burgfräulein. Und dazwischen: ganz viel Konfetti – in der Luft, auf der Straße und in den Haaren der Narren.
Die Wagenbauer und anderen Zugteilnehmer bedienten sich vieler regionaler und überregionaler Themen und auch humorvoll verpackte Gesellschaftskritik durfte nicht fehlen. So widmete sich ein Wagen dem TÜV und Brauchtumsgutachten für Karnevalisten, ein anderer rief zum Schutz der Demokratie auf. Bei den vielfältigen, kreativ umgesetzten Ideen gab es immer etwas zu staunen und zu schmunzeln.
Nach dem Zug suchten sich viele erstmal ein warmes Plätzchen zum Weiterfeiern. Bevor am morgigen Aschermittwoch das karnevalistische Treiben wieder zu Ende ist, wollen es viele Jecken heute noch einmal so richtig krachen lassen.
