Keine PV-Anlage für das Schieferdach der Sonnenschule

Antrag der UfA bezüglich Hochbauprogramm


Symbolfoto. von Pixabay.com
Symbolfoto. © Pixabay.com

Attendorn. Der Empfehlung des Bauausschusses nachkommend, hat der Attendorner Stadtrat am Mittwochabend, 8. Februar, das Bauprogramm für die Hochbaumaßnahmen der Hansestadt Attendorn in diesem Jahr beschlossen. In diesem Zusammenhang ist der Antrag der Union für Attendorn (UfA), PV-Module auf dem Schieferdach der Sonnenschule zu installieren, mit großer Mehrheit abgelehnt worden.


Insgesamt stehen in diesem Jahr 45 Baumaßnahmen an. So sollen beispielsweise bis zum Ende der Sommerferien Photovoltaik-Anlagen auf Schulgebäuden angebracht werden. Anlässlich der geplanten Sanierung des Schieferdaches der Sonnenschule stellte die UfA den Antrag, in diesem Zuge ebenfalls PV-Module auf der Südseite des Schuldaches anzubringen.

Nach einigen Stellungnahmen seitens der Fraktionen stimmte eine große Mehrheit gegen den Antrag. Grund: der Kosten-Nutzen-Faktor. Uli Bock (SPD) sagte, dass die Kosten-Nutzen-Relation nicht gegeben sei. Rolf Schöpf (CDU) mahnte, dass eine Energiewende nicht um jeden Preis umgesetzt werden solle.

Zu viele Gauben

„Wir haben die Ansicht vertreten, dass Aufwand und Nutzen an dieser Stelle in keinem guten Verhältnis stehen“, erläuterte Ludger Gabriel, Amtsleiter Gebäudebewirtschaftung Attendorn, auf Nachfrage von LokalPlus. Das Gebäude habe zu viele Gauben, deswegen bleibe zu wenig Fläche übrig. „Für den Neubau der Mensa sind allerdings PV-Anlagen geplant“, so Gabriel.

Bereits vergangenes Jahr seien 400.000 Euro in die Ausstattung von Schulgebäuden mit PV-Anlagen investiert worden, sagte Gabriel. Dieses Jahr sollen weitere 500.000 Euro in Installationen an anderen Gebäuden fließen.

Energetische Ertüchtigung städtischer Gebäude

Ein wesentliches Projekt, das im Bauprogramm aufgeführt wird, sei ein Konzept zur energetischen Ertüchtigung aller städtischen Gebäude in den nächsten zehn Jahren, fügte Ludger Gabriel hinzu.

Dazu heißt es in der Maßnahmenliste: „Zur energetischen Ertüchtigung aller städtischen Objekte und zur wesentlichen Abkehr von fossilen Brennstoffen soll konzeptionell untersucht werden, mit welchen Maßnahmen und mit welcher Priorität alle wesentlichen Objekte der Hansestadt Attendorn zukunftsfähig aufgestellt werden können. Hierzu soll ein entsprechendes Dienstleistungsunternehmen beauftragt werden.“ Dies wird mit 300.000 Euro gefördert.

Das Bauprogramm für die Hochbaumaßnahmen wurde von den Stadtverordneten einstimmig beschlossen.

Beschlossene Hochbauprojekte und (geschätzte) Zeitfenster:
  • Bahnhof: bis mindestens Ende Juni 2023
  • Umbau Cohn-Gebäude: bis Ende Juni 2023
  • Stadthalle Terrassenanbau: bis Ende Juni 2023
  • Dorfhaus Helden: bis Ende März 2023
  • PV-Anlagen auf Schulgebäuden: bis Ende Sommerferien 2023
  • Sanierung Heizungsverteilung Rivius-Gymnasium: bis Ende Sommerferien 2023
  • Sanierung Heizung, Lüftung, Sanitär Turnhalle Ennest: bis Ende Sommerferien 2023
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