Keine Fast Food-Kette für Attendorn
Hauptausschuss mehrheitlich dagegen
- Attendorn, 31.10.2019
- Von Nicole Voss
Attendorn. Die Ansiedlung eines namhaften Fast Food-Betreibers (Mc Donalds, Burger King, KFC etc.) in der Hansestadt Attendorn ist ad acta gelegt. Mehrheitlich (7:5 Stimmen) votierten die Mitglieder des Hauptausschusses am Mittwochabend, 30. Oktober, für die Beschlussvorlage der Stadt, mit Systemgastronomie-Betrieben in Kontakt zu treten, die Aspekte der Nachhaltigkeit und eine gesündere Ernährungsweise berücksichtigen.



Der Abstimmung ging eine kontroverse Diskussion voraus. Wolfgang Teipel, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Die CDU spricht sich klar und deutlich gegen den vorliegenden Beschlussvorschlag aus. Gerade sei Attendorn erneut mit dem Siegel einer Fairtrade-Stadt ausgezeichnet worden. Teipel stellte in Frage, dass man sich als Fairtrade-Stadt für ökologisch mehr als bedenkliche Fast-Food-Ketten aussprechen könne.

Marius Becker (FDP/Die Grünen) zeigte sich irritiert, da die Diskussion bereits 2011 geführt worden sei. „Im Eckenbachtal wäre noch Platz“, scherzte Becker und machte deutlich: „Das möchten wir auch im Ansatz nicht.“ Das Ergebnis seiner Gespräche mit Jugendlichen habe ergeben, dass sie den „Müll“ nicht wollen. „Unsere Aufgabe ist es, regionale Betriebe zu unterstützen.“
Stuhldreier: „Jeder Systemgastronom, auch zwei oder drei, würde die Stadt beleben und die heimischen Gastronomen nicht in die Pleite treiben.“
Bürgermeister Christian Pospischil machte darauf aufmerksam, dass es aus der Bevölkerung Wünsche gebe, die es zu berücksichtigen gelte, und machte darauf aufmerksam, dass Systemgastronomie nicht nur negativ behaftet sei. Der Bereich Convenience wachse auch stetig an.
