Jess Hilleke hat aus beschädigter Linde ein neues Kunstwerk geschaffen

Faible für Holz


  • Attendorn, 29.01.2026
  • Verschiedenes
  • Von Nicole Voss
    Profilfoto Nicole Voss

    Nicole Voss

    Redaktion


    E-Mail schreiben
Topnews
Jess Hilleke bei ihrem Hobby, der Kettensägeschnitzkunst. von Michael Gnoth
Jess Hilleke bei ihrem Hobby, der Kettensägeschnitzkunst. © Michael Gnoth

Helden. Künstlerisch begabt ist Jess Hilleke auf jeden Fall. Dieses Talent bringt sie in ihrem Hobby, der Kettensägenschnitzkunst, zum Ausdruck. Holz ist eben der Werkstoff, bei dem die Autodidaktin ihrer Kreativität freien Lauf lässt. Aktuelles Kunstwerk ist ein 1,60 Meter großer Adler, der bis Anfang März im Museum Wendener Hütte ausgestellt ist.


Entstanden ist der hölzerne Greifvogel aus einer 250 bis 300 Jahre alten denkmalgeschützte Linde im Ennester Holzweg. Der kräftige Baum auf dem Hof Schnütgen fiel im Jahr 2024 einem Sturm zum Opfer.

Auf dem Weg zu ihren Eltern kamen Jess und Thomas Hilleke an dem Hof Schnütgen vorbei und hatten laut eigener Aussage kurzfristig die Möglichkeit, einen Teil des Holzes mitzunehmen. Auch Thomas Hilleke war von der Möglichkeit, Holz mitzunehmen, sehr angetan. Er hat sich eine kleine Holzwerkstatt eingerichtet.

Bis Anfang März ist der 1,60 Meter hohe Adler im Museum Wendener Hütte ausgestellt. von privat
Bis Anfang März ist der 1,60 Meter hohe Adler im Museum Wendener Hütte ausgestellt. © privat

Der Heldener widmet sich eher den filigraneren Aufgaben. „Ich bin die Grobe und mit der Kettensäge im Einsatz“, schmunzelt Jess Hilleke.

Erfreulicherweise konnte zudem ein Teil des Baums erhalten bleiben. Josef und Rita Schnütgen investierten viel Mühe und finanzielle Mittel, um dem Rest des Baumes – den Stamm – zu erhalten. Garniert wurde das Ganze mit kleinen Eulen, gestaltet von Jess Black, wie sich die 42-Jährige in den sozialen Medien nennt.

Der Rest der Linde ist auf gelungene Weise immer noch ein Blickfang. von privat
Der Rest der Linde ist auf gelungene Weise immer noch ein Blickfang. © privat

Vor fünf, sechs Jahren hat Jess Hilleke die Kettensägenschnitzerei ausprobiert. Ihrer Maxime: „learning by doing“ gerecht werdend, machte sie schnell Fortschritte und meldete ihr Hobby als Nebengewerbe an.

Vergangenes Jahr war sie bei den Deutschen Speed-Carving-Meisterschaften in Ost- und Süddeutschland dabei und plant auch in der kommenden Woche im Süden dabei zu sein. „Da fahre ich just for fun hin, treffe mich mit anderen Schnitzern. Da kann man viel lernen und sich austauschen“, erklärt Jess Hilleke.

And Ideen, was alles aus Holz entstehen kann, mangelt es Jess Hilleke nicht. von privat
And Ideen, was alles aus Holz entstehen kann, mangelt es Jess Hilleke nicht. © privat

Auf die Frage, ob sie und ihr Mann stets auf der Suche nach Holz sind, antwortet Jess Hilleke: „Immer, aber für uns wird nichts bewusst gefällt. Wir möchten Holz einen Sinn geben. Das ist unser Ziel“, so die Künstlerin.

Der Adler, der im Museum Wendener Hütte ausgestellt ist, ist nach Ausstellungsende verkäuflich. Weitere Infos über Jess Black gibt es auf ihrer Homepage und weitere Einblicke in ihr Hobby hat Jess Hilleke auf ihrem Instagram-Profil veröffentlicht.

Artikel teilen: