Jahrhundertelang gepflegte Tradition: Segnen der Ostersemmeln in Attendorn

Zahlreiche Menschen versammeln sich


  • Attendorn, 08.04.2023
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  • Von Jonas Johannes
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Die Semmeln wurden in die Höhe gehalten, als sie von Dechant Andreas Neuser gesegnet wurden. von Jonas Johannes
Die Semmeln wurden in die Höhe gehalten, als sie von Dechant Andreas Neuser gesegnet wurden. © Jonas Johannes

Attendorn. Das segnen der Ostersemmeln ist einer der Höhepunkte des Attendorner Osterbrauchtums. Es gehört seit Jahrhunderten zu den festen Traditionen in der Hansestadt. Dementsprechend versammelten sich am Karsamstag, 8.April, Menschenmassen rund um die Pfarrkirche um ihre Ostersemmeln segnen zu lassen.


Der Platz an der Nordseite der Pfarrkirche füllte sich bei bewölktem, aber trockenen Wetter schnell. Zahlreiche Menschen fanden wieder den Weg in die Hansestadt Attendorn. Die Besucher kamen von nah und fern um diese einzigartige Tradition mitzumachen.

Vor Beginn der Segnung ging eine Gruppe Kinder mit den sogenannten „Ratschen“ dreimal um die Kirche. Das Ratschen ersetzt über die Ostertage das Glockengeläut, da bis Ostersonntag, wenn die Osterkreuze angezündet werden, die Glocken verstummen.

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Pünktlich um 14 Uhr traten Dechant Andreas Neuser und seine Messdiener aus dem Dom. Der Pastor hob in seiner Ansprache das einmalige Brauchtum hervor und das es beim Osterbrauchtum um die Gemeinschaft gehe, egal ob man arm oder reich sei.

Hunderte von Ostersemmeln wurden anschließend in die Luft gehalten und von dem Geistlichen gesegnet. Diese alte Tradition besteht der Geschichte nach seit nach dem dreißig jährigen Krieg (1618 bis 1648). Das Brot soll die Form des Christensymbols des Fischs haben. Außerdem wird er mit Kümmel gebacken, damit es für den Magen bekömmlicher ist nach der Fastenzeit.

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