Hof Korte in Niederhelden: Erdbeerernte ist nichts für schwache Nerven

Zufriedenstellende Bilanz 2020


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John Korte macht es vor: Reinbeißen und genießen. Seine Eltern Eva und Markus Korte sind mit der Ernte zufrieden. von Nicole Voss
John Korte macht es vor: Reinbeißen und genießen. Seine Eltern Eva und Markus Korte sind mit der Ernte zufrieden. © Nicole Voss

Niederhelden. „Das Beste kommt zum Schluss“: Das bekannte Sprichwort trifft auch auf die Erdbeerernte auf dem Hof Korte in Niederhelden zu. Da landet gerade die finale zwölfte Sorte „Malvina“ der kleinen, süßen Früchte im Erntekorb.


Ein guter Zeitpunkt für Eva und Markus Korte, das Erntejahr zu bilanzieren. Die wichtigste Aussage des Paares: „Wir sind sehr zufrieden mit der Ernte. Das Sauerländer Wetter war optimal und gut für die Erdbeerernte. Bei 35 Grad geht die rote Bombe hoch. Nach zwei trockenen Sommern hat uns das wechselhafte Wetter ermutigt, weiterzumachen“, so Eva Korte, die einräumt, dass sich die Familie bereits damit beschäftigt hatte, den Anbau von Erdbeeren einzustellen.
Klassischer Anbau, ohne Tunnel
Etwas nachteilig waren die „Eisheiligen“, die mit bis zu minus vier Grad ihrem Namen alle Ehre machten. Damit lassen sich die verhältnismäßig hohen Preise erklären. Auf dem Hof Korte ist der Anbau ganz konventionell.

Der klassische Anbau ist in Deutschland eher rückläufig, dennoch ist der sogenannte Tunnelbau, der eine sichere Ernte auch bei wechselhaften Sommern garantiert, keine Option für Familie Korte. Auch auf zusätzliche Bewässerung wird verzichtet. „Bei uns gießt nur der liebe Gott“, erklärt Eva Korte.
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Hof Korte in Niederhelden: Erdbeerernte ist nichts für schwache Nerven
Insgesamt werden auf dem Niederheldener Hof zwölf Sorten Erdbeeren angebaut. Dabei wird Wert auf aromatische Früchte gelegt. Eher verhalten war in diesem Jahr das Angebot für Selbstpflücker. Lediglich an fünf Vormittagen und einem Sonntagnachmittag konnten die Kunden selbst aktiv werden.

Bezugnehmend auf die Wetterabhängigkeit bei der Ernte fügt Markus Korte hinzu: „Erdbeerente ist nichts für schwache Nerven." Sohn John ist ebenfalls ein Fan der süßen, roten Früchte und erfreute damit so manches Mal seine Klassenkameraden in der Schule.

Nach der Erdbeerernte folgt auf dem Hof Korte die Tomatenernte. Auch dabei wird es spannend: Temperaturen unter 13 Grad – auch nachts – sollten nicht unterschritten werden. Fällt die Quecksilbersäule unter dieses Limit, reagiert die Pflanze mit Thermomorphosen.
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