Gute Gespräche, besseres Netz und neue Konzepte: Attendorner Stadtrat tagt

Verkaufsoffene Sonntage für zwei Jahre festgelegt


Symbolfoto.
Symbolfoto.

Attendorn. In der ersten Stadtverordnetenversammlung 2026 am Mittwochabend, 4. Februar, konnte Bürgermeister Christian Pospischil Neuigkeiten zur Haushaltskonsolidierung verkünden.


Im Rahmen der Haushaltsdebatte war mehrfach seitens der Fraktionen gefordert worden, die finanziellen Nöte und Sorgen der Hansestadt an Bund und Länder heranzutragen. Auch der Bürgermeister hatte die Ratsmitglieder dazu aufgerufen, sich über die Parteigrenzen hinweg Gehör zu verschaffen (LokalPlus berichtete).

Genau das haben Bürgermeister Christian Pospischil und Kämmerer Klaus Hesener nun getan. Bei einem Treffen in Düsseldorf habe man exemplarisch für alle Städte und Gemeinden des Kreises Olpe auf Attendorns schwierige finanzielle Situation aufmerksam gemacht.

Es sei ein guter Austausch gewesen, der sicherlich nicht unmittelbar alle Hebel umgelegt habe, aber an den man anknüpfen könne, so Pospischil. Man wolle nun in Kontakt bleiben und weitere Gespräche seien geplant, auch mit den heimischen Kreistagsabgeordneten.

Verbesserung des Mobilfunknetzes

Von „konkreten Verbesserungen nach einer langen Durststrecke“ konnte der Bürgermeister beim Ausbau des Mobilfunknetzes in Attendorn berichten. So sei die Inbetriebnahme der Telekom-Masten in Neu-Listernohl, Innenstadt Süd und West noch in diesem Jahr möglich. Die Inbetriebnahme der Masten im Industriegebiet Ennest und am Sportplatz Dünschede ist 2027 geplant.

Die neuen Standorte werden alle mit LTE- und 5G-Sendeanlagen geplant und die vorhandenen Masten werden nachgerüstet.

Einstimmig beschlossen wurde in der Ratssitzung eine neues Konzept für die Verleihung des Bürger- und Heimatpreises. So sollen beide Verleihungen zukünftig im Rahmen eines Ehrenamtsempfanges stattfinden, bei dem auch alle drei Jahre der Preis „Unser Dorf hat Zukunft“ verliehen wird. Der Ehrenamtsempfang soll im jährlichen Wechsel in den Schützenhallen der Dörfer bzw. in der Stadthalle und dem Bürgertreff “Alter Bahnhof“ veranstaltet werden.

Das Attendorner Rathaus. von Jana Becker
Das Attendorner Rathaus. © Jana Becker

Zustimmung fand auch der Schulentwicklungsplan (SEP), dessen Fortführung bis 2030/31 bzw. bis 2033/34 einstimmig beschlossen wurde. Durch einen Schulentwicklungsplan sollen Investitionen und Maßnahmen frühzeitig erkannt und somit die Sicherung des Schulraums und die Bereitstellung der Mittel ermöglicht werden.

Der SEP kommt zu dem Fazit, dass in Attendorn ausreichend Schulraum vorhanden ist. Der Handlungsbedarf bei den Grundschulen sei gering, wobei sich das durch den Ausbau der Offenen Ganztagsschule ändern wird.

Die Hanseschule habe im Vergleich zu den anderen Einrichtungen einen besonderen Bedarf an Differenzierungsräumen aufgrund hoher Rücklaufquoten, Migration und Inklusion. Die Zukunft des Rivius Gymnasiums sei mit Blick auf die aktuellen Anmeldezahlen und die zu erwartenden Anmeldungen gesichert.

Sonntagsöffnungen bis 2027 geplant

Die Stadtverordnetenversammlung hat zudem die Sonntagsöffnungen der Attendorner Läden für zwei Jahre für folgende Veranstaltungen einstimmig beschlossen:

  • 8. März anlässlich des Hamburger Fischmarkts,
  • 26. April 2026/25. April 2027 anlässlich des Frühlingsmarkts,
  • 13. September 2026/12. September 2027 anlässlich des Stadtfestes,
  • 8. November 2026/7. November 2027 anlässlich des Martini-Markts,
  • 13. Dezember 2026/12. Dezember 2027 anlässlich der Weihnachtsstadt.
Artikel teilen: