Gestaltungshandbuch und -satzung werden Grundlage der Förderung

Attendorner Fachausschuss stimmt zu


Durch das Fassaden- und Hofprogramm sollen Verschönerungsmaßnahmen in der Innenstadt gefördert werden. von privat
Durch das Fassaden- und Hofprogramm sollen Verschönerungsmaßnahmen in der Innenstadt gefördert werden. © privat

Attendorn. Die Zustimmung der Mitglieder des Ausschusses für Planung und Umwelt zum neuen Gestaltungshandbuch und zur neuen Gestaltungssatzung als städtebauliches Entwicklungskonzept und Basis des Fassaden- und Hofprogramms der Attendorner Innenstadt, war bei der Sitzung, am Montagabend, 28. Oktober, eine Formsache.


Nach dem Start im vergangenen Jah, mit Analysen und Prinzipien, Infoveranstaltungen und Beteiligungswerkstätten präsentierte Thorsten Schauz vom Planungsbüro Schulten Stadt- und Raumentwicklung aus Dortmund das Ergebnis.

Gestaltungshandbuch und -satzung sollen als Beurteilungsgrundlage zur Förderung von Maßnahmen des Fassaden- und Hofprogramms dienen. Zudem sollen sie Empfehlungen zur Gestaltung von privaten Flächen und Gebäuden und damit zur Schaffung qualitätsvoller Stadträume geben sowie als Grundlage für Beratungen von Bauherren und Architekten dienen.
Attraktiveres innerstädtisches Ortsbild
Die Umgestaltung von Fassaden, Außenbereichs- und Hofflächen oder sonstiger Bestandteile eines Wohn- oder Geschäftshauses könne einen bedeutenden Beitrag zur angestrebten Attraktivierung und Modernisierung des innerstädtischen Ortsbildes leisten, meint Baudezernent Carsten Graumann.

Die Hansestadt Attendorn möchte privates Engagement fördern und bietet die Möglichkeit finanzieller Unterstützung für Eigentümer mit Geldern aus der Städtebauförderung. Mit der neuen Gestaltungssatzung „Altstadt“ tritt die bisherige Satzung von 1997 außer Kraft.
Gute Fassadensubstanz
Bei der Analyse des Ist-Zustandes lobte Schautz, dass 75 Prozent der Fassaden eine gute Substanz haben, machte jedoch darauf aufmerksam, dass 50 Prozent der Fassaden gestalterische Mängel aufweisen. Ziel von Satzung und Handbuch ist es laut Schautz, eine positivere Atmosphäre zu schaffen und die Attraktivität zu steigern.

Bestandteile des Fassaden- und Hofprogramms sind die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Gestaltung und Begrünung privater Fassaden, Vorbereiche, Hofflächen (Fassaden- und Hofprogramm). Das Gestaltungshandbuch soll im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt werden.
Anschubfinanzierung für Dünschede
Einstimmig beschlossen wurde auch die „Anschubfinanzierung“ in Höhe von zehn Prozent (10.000 Euro) für das Leader-Projekt „Gemeinsam aktiv in Dünschede“. Den Antrag hatte der Projektträger, die Kirchengemeinde St. Martinus Dünschede, für den Neubau des Pfarrheims gestellt.

Das Konzept sieht vor, die verschiedenen Akteure aus Sport, Kultur und Gesellschaft im Dorf zusammenzubringen, bestehende Angebote und Organisationen zu stärken und neue Ideen umzusetzen. Insgesamt beteiligen sich 14 Organisationen an der Konzeption und Realisierung des neuen sozialen Treffpunkts.
Artikel teilen: