Gelebte Erinnerungskultur in Attendorn: Stolpersteine aufpoliert
„Geh denken“
- Attendorn, 09.11.2019
- Von Nicole Voss
Attendorn. „Geh denken“ ist Aufruf, Motto und Aufforderung, die ehemaligen jüdischen Mitbürger nicht zu vergessen, die in Attendorn ihren Lebensmittelpunkt, ihre Familien und Freunde hatten und von den Nazis in den Tod getrieben wurden. An vier Standorten wurden seit 2006 14 Stolpersteine verlegt, damit diese Menschen nicht vergessen werden. Die Stolpersteine gerieten am Freitag, 8. November wieder ins Visier einiger Attendorner Bürger, die mit ihrer Tatkraft mit dafür sorgten, dass die Namen lesbar bleiben.



Zu den „Mitputzern“ gehörten auch Bürgermeister Christian Pospischil und Julius Zeppenfeld. Der 18-Jährige war der Jüngste, der auf die „Knie ging“. Zum ersten Mal dabei, begründete Julius Zeppenfeld seine Motivation: „Ich habe in Geschichte eine Facharbeit über Zwangsarbeit in Attendorn geschrieben und beschäftige mich mit dem Thema Erinnerungskultur. Ich halte es für wichtig, aktiv gegen das Vergessen vorzugehen.“
Recherchen des Vereins „Jüdisch in Attendorn“, haben ergeben, dass es neben den 14 „bekannten“ jüdischen Bürgern drei weitere gab. „Wir können also noch drei Stolpersteine verlegen lassen“, so Hartmut Hosenfeld.
