Geburtsstation schließt, Josefspark entsteht, Wall-Center kommt
Jahresrückblick Attendorn 2021
- Attendorn, 28.12.2021
- Verschiedenes
- Von Adam Fox
Attendorn. Auch in Attendorn war das Thema Corona im Jahr 2021 dauerpräsent. Dennoch konnte im Vergleich zum Vorjahr mehr stattfinden. Während das erste Halbjahr noch weitgehend vom Lockdown geprägt war, blühte im zweiten Halbjahr das kulturelle Leben etwas auf. Das wohl prägendste Ereignis - auch perspektivisch gesehen - ist die Schließung der Geburtsstation und der Gynäkologie in der Helios-Klinik. Aber auch andere Dinge hielten die Hansestadt in Atem.

7. Januar: Die GFO vermeldet den Kauf des Grundstücks der ehemaligen Josefskirche. Auf diesem soll ein Kindergarten sowie ein Gebäude der Jugendhilfe entstehen.
8. Februar: Hedwig Olbrich aus Wenden bekommt als allererste Person im Impfzentrum des Kreises Olpe in Attendorn die Corona-Impfung.
13. Februar: Nach zweimonatigem Hin und Her, zahlreichen Protesten, einer Petition sowie einer Baumbesetzung werden vier Linden in der Wasserstraße gefällt.
17. Februar: Der 27-jährige Eritreer Awet F., der im Juli 2020 eine Flüchtlingsunterkunft in der Donnerwenge in Brand gesetzt hatte, wird am Landgericht Siegen dazu verurteilt, sein restliches Leben in der Psychiatrie zu verbringen.
22. Februar: SPD-MdB Nezahat Baradari (wohnhaft in Attendorn) setzt sich parteiintern gegen Sercan Celik durch und wird als SPD-Direktkandidatin für die Bundestagswahl im September nominiert.
22. März: Im Rahmen von archäologischen Ausgrabungsarbeiten wird auf dem Marktplatz ein Skelett gefunden.
23. März: Eine bei der Helios-Klinik eröffnete Amazon Packstation sorgt bei vielen Attendornern, insbesondere Einzelhändlern, für Unverständnis.
3. April: Das traditionelle Semmelsegnen findet nach einem Jahr Pause wieder statt. Die Feierlichkeiten finden, nicht wie gewohnt Am Kirchplatz, sondern unter Hygiene-Bedingungen mit 90 Teilnehmern in der Pfarrkirche statt.




28. April: Während archäologischer Ausgrabungsarbeiten im Bereich Pfarrkirche werden 5.000 bis 6.000 alte Gräber gefunden.
6. Mai: Wegen hoher Inzidenzen sieht sich die Stadt Attendorn genötigt, den Skate-Park mit Zäunen abzuriegeln.
27. Mai: Die Stadtschützengemeinschaft Attendorn sagt die gesamte Schützenfestsaison ab.
6. Juni: Die Attendorner SPD feiert an ihrem Gründungsort, dem Heiderbaum, ihr 125-jähriges Jubiläum.
8. Juni: Die Firma Mubea nimmt gemeinsam mit dem Arbeitsmedizinischem Zentrum eine Impfstraße in Betrieb. Einen Tag später folgt die Impfstraße der Firma Viega.
12. Juni: Sebastian Springob wird in der fast 800-jährigen Geschichte der Stadt Attendorn als erster Diakon im Sauerländer Dom zum Priester geweiht.
17. Juni: In der polnischen Niederlassung des Unternehmens Heldener Metall Technik in Środa Śląska fährt der Mitarbeiter Rafael Tęcza mit dem Fahrrad los und kommt nach über 800 Kilometern, die er in nur sechs Tagen bewältigt hat, in Attendorn an.
2. Juli: Nicht nur die Hansestadt selbst, auch die Schützengesellschaft feiert im kommenden Jahr ihr 800-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund hat die Attendorner Schützengesellschaft einen Truck organsiert, der die nächsten Monate durch ganz Deutschland fahren wird.

5. August: Hartmut Hosenfeld, Initiator von „Jüdisch in Attendorn“, bekommt im Kreishaus das Bundesverdienstkreuz von Landrat Melcher überreicht.
13. August: Die Hansenacht lockt zahlreiche Besucher in die Attendorn Innenstadt. Zuvor eröffnet Bürgermeister Christian Pospischil den Rathaus- sowie Klosterplatz im feierlichen Rahmen.
17. August: Josef Platte, Hotelier aus Niederhelden, bekommt ebenfalls das Bundesverdienstkreuz überreicht.
20. bis 22. August: Das Gauklerfest findet nach einem Jahr Corona-Pause auf dem Gelände des Kinovorplatzes wieder statt.
31. August: Erster Spatenstich auf dem Gelände des ehemaligen Josefskirche. Der Bau des Josefsparks (Kindergarten und Gebäude der Jugendhilfe) soll im Sommer 2022 fertiggestellt werden.
3. September: Georg Schüttler wird nach 45 Jahren Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr (davon zwölf als Feuerwehrleiter) feierlich mit einem großen Zapfenstreich verabschiedet.
17. September: Im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Burg Schnellenberg stellen das Attendorner Stadtmarketing sowie Bürgermeister Christian Pospischil die Pläne für das 800-jährige Stadtjubiläum vor.
22. September: Die Helios Klinik Attendorn kündigt an, die Gynäkologie und die Geburtshilfe zu schließen.

29. September bis 2. Oktober: Die Sauerland Klassik findet wieder statt. Wie gewohnt finden Dokumentenabnahme, Technische Abnahme, der jeweilige Tagesetappenstart, Siegerehrung und Gala in Attendorn statt.
5. Oktober: Der niederländische Ferienparkbetreiber „EuroParcs Group“ gibt bekannt, bereits zum 1. Oktober die Campinganlage Waldenburger Bucht vom bisherigen Betreiber „12.18. Unternehmensgruppe“ übernommen zu haben. Die Anlage soll zu einem modernen Ferienpark ausgebaut werden.
21. Oktober: Die Gynäkologie und Geburtshilfe in Attendorn wird am 31. Oktober ihren letzten Öffnungstag haben.
11. November: Pünktlich um 11.11 Uhr findet die Sessionseröffnung auf dem Attendorner Rathausplatz statt.
19. November: Die Stadt Attendorn sagt den Weihnachtsmarkt ab. Er hätte vom 3. bis zum 12. Dezember stattfinden sollen.
26. November: Statt einem Weihnachtsmarkt gibt die Stadt Attendorn bekannt, dass - wie bereits 2020 - eine Weihnachtsstadt aufgebaut wird. An drei Tagen, 4., 11. und 18. Dezember, können Besucher gemütlich an den Holzhütten vorbeibummeln.
6. Dezember: Die Mehrheit des Ausschusses für Planen, Bauen, Klima und Umwelt (PBKU) votiert dafür, dass zukünftig das Einkaufszentrum Wall-Center auf dem Gelände des heutigen Bahnhofparkplatzes entstehen soll.
13. Dezember: Beim Thema Glasfaser ist die Nachfrage in der Hansestadt deutlich geringer als in Wenden und Drolshagen. Trotz einer Verlängerung der Nachfragebündelung um sechs Wochen wollen am Ende nur 26 Prozent aller Attendorner einen FTTH-Anschluss. Im Januar werden die Stadt Attendorn und die Deutsche Glasfaser noch einmal Gespräche führen und klären wie es weitergeht.

24. Dezember: Nachdem 2020 ein Gottesdienst auf dem Rathausplatz coronabedingt abgesagt worden war, können rund 350 katholische und evangelische Christen gemeinsam unter freiem Himmel feiern.
