Friedensweg der Religionen in Attendorn

„Da berühren sich Himmel und Erde …“


Der Attendorner Friedensweg der Religionen findet am Freitag, 8. September, statt. von Daniel Guttstein
Der Attendorner Friedensweg der Religionen findet am Freitag, 8. September, statt. © Daniel Guttstein

Attendorn. Der Attendorner Friedensweg der Religionen findet am Freitag, 8. September, 18 Uhr, unter dem Thema „Da berühren sich Himmel und Erde … dass Frieden werde unter uns“ statt. Als Initiator der Veranstaltung lädt der Franziskuskreis, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, am Vorabend des Attendorner Stadtfestes zu einem interreligiösen Dialog ein, der sich mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung die Verbindung zum Himmel und zur Erde im Judentum, im Christentum und im Islam hat.


Der Weg beginnt beim Friedensmahner am Rathaus (Eingang Schüldernhof) mit einem Grußwort des Bürgermeisters und einem Gebet zum Friedenskreuz des Künstlers Rolf Römhild, das im Rahmen der Veranstaltung am Rathaus zu sehen sein wird. Das Kreuz ist zur Zeit als Leihgabe des Eigentümers Werner Hesse in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist ausgestellt.

Nach der Eröffnung führt der Friedensweg den Berg hinauf zum jüdischen Friedhof. Hier erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, Himmel und Erde sowohl in natura wie auch im übertragenen Sinne in den Blick zu nehmen und das Stadtpanorama mit seinen verschiedenen Kirchen und der Moschee zu betrachten.

An diesem Ort werden alle Männer aus Respekt gegenüber der jüdischen Tradition gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Die Vertreter der mitwirkenden Gemeinden beleuchten das Thema „Himmel und Erde“ in kurzen Impulsvorträgen und knüpfen damit an das Leitthema des Spirituellen Sommers in Südwestfalen an, in dessen Rahmen der Friedensweg in diesem Jahr stattfindet.

Beiträge der Gemeinden

Als Gast der Initiative Jüdisch in Attendorn wird zunächst Allon Sander, jüdischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, einen Impuls vortragen. Weitere Beiträge folgen von der muslimischen Ditib-Gemeinde Attendorn sowie von der katholischen und evangelischen Gemeinde, die gemeinsam einen ökumenischen christlichen Beitrag gestalten. Zwischen den Beiträgen werden musikalische Brücken gebaut.

Anschließend führt der Weg wieder zurück zum Friedensmahner am Rathaus, wo es nach einem Abschlussimpuls die Gelegenheit zum Imbiss und Gespräch gibt. Die Veranstaltung wird ca. 1,5 Stunden dauern.

Infos

Das Jahresprogramm des Franziskuskreises kann online unter www.franziskuskreis.de abgerufen werden, eine Print-Version des Flyers liegt in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist, in der Erlöserkirche, im Rathaus und im Franziskaner-Hof aus

Der interreligiöse Friedensweg findet seit 2001 jährlich auf Initiative des Franziskuskreises in Attendorn statt und macht das gute Miteinander der Religionsgemeinschaften in Attendorn spürbar. Aktiv beteiligt sind die christlichen und muslimischen Gemeinden der Stadt sowie die Initiative „Jüdisch in Attendorn“. Der Franziskuskreis ist ein Netzwerk von Menschen, die gemeinsam franziskanischen Spuren im christlichen Glauben folgen.

Artikel teilen: