Einweihung Dorfhaus Helden: „Ein toller Moment und ein toller Abend“
Samstag ist Tag der offenen Tür
- Attendorn, 22.04.2023
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Helden. „Was für ein toller Moment, was für ein toller Abend“, brachte Bürgermeister Christian Pospischil die Emotionen der Verantwortlichen und der Gäste am Freitagabend, 21. April, bei der Einweihung des Dorfhauses „Alte Feuerwehr“ in Helden auf den Punkt. Die Einweihung des Dorfhauses sei eine wahre Heldentat. Die Einweihungs- und Einsegnungsfeier wird mit einem Tag der offenen Tür mit buntem Programm am Samstag, 22. April, ab 14 Uhr fortgesetzt.
Bürgermeister Christian Pospischil bemerkte, dass 20 Menschen mehr als angemeldet dabei seien und hob hervor, das das typisch sei für Helden und wenn das so weiter gehe, müsse man sich um das Dorfhaus keine Sorgen machen.
Nach dem Auszug der Löschgruppe Helden in das neue Feuerwehrhaus in Niederhelden, sei im Jahr 2018 das Potenzial des leerstehenden Hauses erkannt worden und Nutzungsideen angestoßen worden – auch basierend auf den Ergebnissen einer Befragung im Jahr 2013, die auf Grund fehlender Räume nicht umgesetzt werden konnten. Als der neugegründete Dorfverein die Initiative ergriffen habe ein Dorfhaus zu errichten, sei das sofort auf große Resonanz gestoßen.
„Ein Dorf braucht Treffpunkte“, betonte Bürgermeister Pospischil und fügte hinzu, dass das Haus von Anfang an ein Haus der Dorfgemeinschaft gewesen sei. Die Eröffnung werde den Zusammenhalt noch weiter stärken.
„Es ist euer Haus, ich bin sicher, ihr werdet es mit Leben füllen“, so der Bürgermeister, der lobte, dass die Initiatoren trotz zwischenzeitlichem ersten Ablehnungsbescheid von Fördermitteln und einigen Hindernissen nicht aufgaben. Bei der zeitlichen Planung sei alles im Rahmen, die Teuerungsrate sei wesentlich unter der des großen Bruder – dem Bahnhof Attendorn. Das habe auch etwas mit dem Ehrenamt und der geleisteten Arbeit zu tun, zeigte sich Bürgermeister Pospischil überzeugt.
„Alle Gelder wurden sinnvoll angelegt, davon können wir uns alle überzeugen. Man kann als Bürgermeister froh sein, wenn es Menschen gibt, die Eigeninitiative und Einsatz einbringen. Belohnt wird man dafür mit einem Gefühl, das Geborgenheit gibt. Ich wünsche euch viel Freude in eurem Dorfhaus. Ihr seid wirklich Helden“, so Christian Pospischil.
Jochen Ritter sagte, dass innerhalb eines Jahres in Helden zwei Projekte mit Landesfördermitteln umgesetzt werden konnten - 2022 die Schützenhalle und jetzt das Dorfhaus. „Ich freue mich sehr, dass unsere Landesprogramme in Helden auf so fruchtbaren Boden fallen. Wir können ja in Düsseldorf die tollsten Sachen ins Schaufenster stellen, wenn die engagierten Akteure vor Ort nicht wären, dann bliebe alles beim Alten“.
„In das offene Fass Bahnhof werfen wir ja auch gut zwei Millionen rein, da ist nur recht, das ein Zehntel ungefähr im ein oder anderen Dorf ankommt. Das Dorfhaus ist kein Selbstläufer gewesen“, so CDU-MdL Jochen Ritter, der Klaus Gabriel und den Dorfvereinsvorstand für ihre Beharrlichkeit lobte, die großen Respekt verdiene. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Helden und das ganz Repetal haben einen weiteren Treffpunkt.
Klaus Gabriel ging darauf ein, dass keiner erahnen konnte, wie aus einer reichlich genutzten Feuerwagenhalle aus den 1960er Jahren mit 14 Prozent Gefälle in der Bodenplatte einmal das größte Wohnzimmer Heldens werden könne. „Das wir heute nach fünf Jahren feiern können, macht uns stolz und dankbar. Wir bedanken uns bei allen, die immer hinter dem Projekt gestanden und es unterstützt haben und es weiterhin tun und den 133 Dorfvereinsmitgliedern“.
„Ich glaube bei allen Stolpersteinen haben wir bewiesen, was beispielhaftes passieren kann, wenn Ehrenamt (Verein) und Hauptamt (Stadtverwaltung) zusammenarbeiten“, so Klaus Gabriel, der sich auch bei den beteiligten Handwerkern für ihre Verlässlichkeit und akribischen Auftragsausführungen bedankte und natürlich den Ehrenamtlichen, die etwa 2.000 Stunden leisteten.
„Es hat sich gelohnt. Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft“, so Klaus Gabriel. Die Segnung des im neuen Glanz erstrahlenden Gebäudes übernahmen der katholische Pfarrer Michael Lütkevedder und Dr. Albrecht Brodhun vom Presbyterium der evangelischen Kirche. Für die passende Musik sorgten Bernd Klüser sowie das Duo Charlotte Kujawa und Torben Gabriel.