DLRG Attendorn: „Wir sorgen dafür, dass sich alle sicher fühlen können“

Drei Rettungsschwimmer über Wachdienste, Einsätze und den Sommer


  • Attendorn, 29.08.2026
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Im Gespräch mit LokalPlus berichten Max Glingener (vorne), Max Bilsing (hinten links) und Julius Hagn von der DLRG Attendorn über Wachdienste, Einsätze und den Sommer. von Jana Becker
Im Gespräch mit LokalPlus berichten Max Glingener (vorne), Max Bilsing (hinten links) und Julius Hagn von der DLRG Attendorn über Wachdienste, Einsätze und den Sommer. © Jana Becker

Attendorn. Von der Wachstation der DLRG Attendorn in der Waldenburger Bucht hat man einen guten Überblick über das Strandbad und seine Gäste. Der Donnerstag, 27. August, ist ein heißer Sommertag, vielleicht der letzte in diesem Jahr. Einige Familien sind gekommen, um das noch einmal richtig auszukosten. Die Rettungsschwimmer sorgen derweil ehrenamtlich dafür, dass sich die Besucher hier sicher fühlen können.


An diesem Donnerstag ist in der Wachstation einiges los. Viele Rettungsschwimmer tummeln sich in den Räumen und auf dem offenen Gang, von dem aus man das Strandbad und einen großen Teil der Bigge überblicken kann. In einer kleinen Küche wird Essen gekocht und Kaffee aufgebrüht, es ist Mittagspause.

Viele junge und angehende Rettungsschwimmer sind hier, weil gerade ein Saisonhighlight ansteht: die Wachdienstwoche. Seit Montag verbringt das Jugendeinsatzteam (kurz: JET) jeden Tag in der Waldenburger Bucht, teilweise übernachten die Jugendlichen auch in der Wache. Tagsüber finden Übungen und Besprechungen statt, abends gemütliche Runden.

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Impressionen von der Wachdienstwoche der DLRG Attendorn.

Die Wachdienstwoche ist für viele ein Highlight der Saison, weiß Julius Hagn. Er ist zuständig für die Leitung des Jugendeinsatzteams, dem ca. 25 unter 18-Jährige angehören. Im Vergleich zu den anderen DLRG-Bezirken in der Umgebung sei das eine ziemlich große Gruppe. Mit regelmäßigen Treffen und Aktionen wie der Wachdienstwoche werden sie auf den aktiven Dienst vorbereitet.

Über Nachwuchs müsse man sich in der Ortsgruppe also vorerst keine Sorgen machen, sagt der 20-Jährige. Jährlich gehen ein bis zwei Jugendliche in den aktiven Dienst über. „Das macht schon stolz und ist schön zu sehen, gerade wenn man sie selbst ausgebildet hat“, findet Julius Hagn.

Ein verhältnismäßig ruhiger Sommer

Mit dem 1. Mai beginnen die Wachdienste für die DLRG Attendorn. Die Rettungsschwimmer versuchen dann bis Mitte Oktober, an jedem Wochenende die Station am Strandbad zu besetzen. Dann sind sie vor Ort, einsatzbereit und sofort zur Stelle, wenn ein Strandbadbesucher, Urlauber oder Spaziergänger Hilfe braucht. Ihr Zuständigkeitsbereich reicht ungefähr bis zur Attania, der Skulptur auf der Gilberginsel.

Dieser Sommer sei verhältnismäßig ruhig gewesen, erzählt Max Glingener. Der 31-Jährige ist Leiter Einsatz bei der DLRG. „Wir hatten bisher nur wenige große Einsätze – zum Glück“, sagt er rückblickend.

Bei den meisten Einsätzen war die DLRG als Ersthelfer vor Ort (First Responder), Tierrettungen und Autobergungen habe es gegeben. Bei dem Waldbrand im Mai haben die Rettungsschwimmer die Löschwasserentnahme aus der Bigge koordiniert. Außerdem habe es Vermisstenmeldungen und zwei vermutete Ertrinkungsfälle gegeben, die aber alle abgebrochen wurden.

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Von Mai bis Oktober sorgt die DLRG Attendorn am Strandbad in der Waldenburger Bucht und drumherum dafür, dass sich alle Badegäste und Spaziergänger sicher fühlen können.

Auch Max Bilsing verbringt viele Stunden in der Wachstation am Strandbad. Der 21-Jährige ist Beauftragter für den Wasserrettungsdienst. Für ihn ist die DLRG ein Hobby wie jedes andere auch – nur mit mehr Verantwortung: „Es macht einfach Spaß! Ich verbringe meine Zeit mit guten Freunden, kann Menschen helfen und dafür sorgen, dass sich alle sicher fühlen.“

„Es macht einfach Spaß! Ich verbringe meine Zeit mit guten Freunden, kann Menschen helfen und dafür sorgen, dass sich alle sicher fühlen.”
— Max Bilsing

Bei den Wachdiensten erleben die Rettungsschwimmer der DLRG aber auch immer Situationen, die Unverständnis hervorrufen. „Schockierend ist, wie viele Eltern ihre Kinder ohne Aufsicht im Wasser spielen lassen“, erzählt Max Bilsing von seinen Beobachtungen. Denn die DLRG ist keine offizielle Badeaufsicht für das Strandbad. „Wir sind da und passen auf, aber die Aufsichtspflicht liegt immer noch bei den Eltern“, ergänzt Max Glingener.

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Gefährlich sei es auch, wenn Badegäste sich überschätzen und zum Beispiel von einem Biggeufer zum anderen schwimmen möchten. „Selbst wir als geübte Schwimmer nehmen ein Auftriebsmittel mit. Es kann immer etwas passieren“, warnen die drei.

Der Sommer verabschiedet sich langsam, für die DLRG ist das Saisonende aber noch nicht in Sicht. „Auch im Oktober gibt es noch Vorfälle, die unsere Hilfe benötigen. Es ist gut, dass wir da dann noch vor Ort sind und nicht extra alarmiert werden müssen“, weiß Max Glingener.

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