Vor dem Hintergrund des neuen Bundesteilhabegesetzes trafen sich in den Räumlichkeiten der Werthmann-Werkstätten kürzlich MdB Dr. Matthias Heider (CDU), Sebastian Ohm (CDU) und der Leiter der Werkstätten, Andreas Mönig. Letzterer und Heider begrüßten es ausrücklich, dass Menschen mit Behinderungen zukünftig nicht mehr nach dem Fürsorgeparadigma behandelt werden. Die Regierung in Berlin will mit diesem Gesetz die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen.
Andreas Mönig betonte, dass einige Punkte in dem Gesetzesentwurf zum Nachteil der Menschen mit Behinderungen führen könnten. „Durch das neue Gesetz darf es zu keinen Einschränkungen kommen“, so Mönig. Er kritisierte, dass für Menschen mit Behinderungen bei der häuslichen Pflege zukünftig die Pflegeversicherung Vorrang haben soll. Die Eingliederungshilfe habe darüber hinaus aber weiterreichende Ziele. Er befürchtet, dass es zu Leistungseinbußen für die Menschen mit Behinderungen kommen könnte.
Heider und Sebastian Ohm, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, begrüßen es, dass es durch das Gesetz vermehrte Anreize für die Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geben soll. Andreas Mönig sieht hier auch eine neue Chance. Derzeit seien fast 40 Menschen mit Behinderungen in externen Firmen auf einem Außenarbeitsplatz tätig.