„Die Gegenwart von heute ist die Stadtgeschichte von morgen“

Attendorner Stadtarchivar sucht Fotos


Wie sah das Attendorner Rathaus früher aus? von Nicole Voss
Wie sah das Attendorner Rathaus früher aus? © Nicole Voss

Attendorn. Das Stadtarchiv Attendorn bittet Bürger, Vereine, Unternehmen und Institutionen darum, Fotos aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für die dauerhafte Sicherung zur Verfügung zu stellen. Auch Aufnahmen aus dem „normalen Alltag“ können zu wertvollen Quellen für die Stadtgeschichte werden.


Aus früheren Jahrzehnten verfügt das Stadtarchiv bereits über zahlreiche historische Fotografien. Aufnahmen aus der jüngeren Vergangenheit sind dagegen bislang in geringerem Umfang vertreten. Dabei entstehen gerade in der heutigen Zeit zahlreiche Bilder, die in einigen Jahrzehnten wichtige Quellen für die Geschichte Attendorns sein können.

Wie sah Attendorn aus? Welche Menschen lebten und arbeiteten hier? Welche Vereine prägten das gesellschaftliche Leben? Welche Geschäfte gab es? Wie wurden Straßen, Plätze und Gebäude genutzt? Welche Veranstaltungen fanden statt? Und wie veränderte sich das Erscheinungsbild der Stadt?

Fotos geben Antworten auf viele Fragen

Fotografien können auf viele dieser Fragen Antworten geben. Deshalb möchte das Stadtarchiv die bildliche Dokumentation der jüngeren Vergangenheit gezielt weiter ausbauen. Schon heute stammt ein großer Teil der Aufnahmen in der Datenbank des Stadtarchivs Attendorn aus privaten Schenkungen.

Ohne die Bereitschaft vieler Bürger, ihre persönlichen Fotos zur Verfügung zu stellen, wäre die bildliche Überlieferung der Stadtgeschichte deutlich lückenhafter. Gemeinsam mit der Bevölkerung möchte das Stadtarchiv dafür sorgen, dass auch die jüngere Vergangenheit und unsere heutige Zeit dauerhaft im Gedächtnis der Stadt erhalten bleiben.

Die Hoesch-Hallen in Attendorn sind in Gebäude mit Erinnerungswert und wurden in den 1880er Jahren erbaut. von Nils Dinkel
Die Hoesch-Hallen in Attendorn sind in Gebäude mit Erinnerungswert und wurden in den 1880er Jahren erbaut. © Nils Dinkel

Digitale Fotos können unkompliziert über eine neu eingerichtete Cloud übermittelt werden. Wer Fotos aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten besitzt und diese dem Stadtarchiv zur Verfügung stellen möchte, kann sich zunächst unverbindlich per E-Mail an stadtarchiv@attendorn.org wenden. Nach Absprache mit dem Stadtarchiv können Interessierte dann ihre Bilder dort hochladen.

Stadtarchivar Tammo Fuchs macht deutlich: „Die Fotos müssen keineswegs einen offiziellen oder „historischen“ Anlass haben: „Ein scheinbar gewöhnlicher Schnappschuss kann später eine wertvolle Quelle sein – etwa, weil darauf ein heute verschwundenes Gebäude, ein längst geschlossenes Geschäft oder eine bestimmte Alltagssituation zu sehen ist“, erklärt Stadtarchivar Tammo Fuchs. Auch größere Fotosammlungen von Vereinen, Familien oder Institutionen sind ausdrücklich willkommen.

Welche Fotos sind gewünscht?
  • Fotos von Vereinsveranstaltungen und Vereinsleben
  • Aufnahmen von Personen und Gruppen
  • Bilder von Gebäuden, Straßen und Plätzen
  • Fotografien von Geschäften und Unternehmen
  • Veranstaltungen, Feste, Schützenfeste und andere öffentliche Ereignisse
  • Schulen, Kindergärten und Einrichtungen
  • Veränderungen im Stadtbild und in der Landschaft
  • Arbeitsleben und Alltag
  • Fotos aus Stadtteilen und Dörfern
  • auch private Schnappschüsse und Alltagsfotografien
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