CDU Attendorn diskutiert Zukunft des Waldes mit Politikern und Experten

Vorausschauende Forstplanung


Beim Waldtalk am Biggesee (v.l.): Dr. Friederike Brodhun, Jochen Ritter und Ursula Heinen-Esser. von privat
Beim Waldtalk am Biggesee (v.l.): Dr. Friederike Brodhun, Jochen Ritter und Ursula Heinen-Esser. © privat

Attendorn. Mitten im Grünen und direkt am Biggesee im Yacht- und Ruderclub Attendorn diskutierte die CDU Attendorn über die Zukunft des heimischen Waldes. Ursula Heinen-Esser, ehemalige NRW-Umweltministerin und Präsidentin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, sprach mit MdL Jochen Ritter sowie heimischen Experten, Politikern und Bürgern über die Herausforderungen des Klimawandels.


Unter der Moderation der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Friederike Brodhun stand die zentrale Frage im Mittelpunkt, wie die sehr unterschiedlichen Nutzungsansprüche an den Wald gleichermaßen Berücksichtigung finden können. Beleuchtet wurden vier Kernfunktionen: die wirtschaftliche Rolle als verlässlicher Holzlieferant für die Region, der Wald als Erholungsraum für Einheimische und Touristen sowie seine Bedeutung für Klimaschutz und nachhaltige Wasserwirtschaft.

Ursula Heinen-Esser, machte den akuten Handlungsbedarf deutlich. Der aktuelle Waldzustandsbericht zeige zwar keine drastische Verschlechterung zum Vorjahr, doch wiesen knapp 80 Prozent der Bäume sichtbare Schäden oder Kronenverlichtungen auf. Die Kalamitätsschäden der vergangenen Jahre machten einen gezielten Waldumbau dringlicher denn je.

Lebhafte Diskussion

Jochen Ritter, in der CDU-Landtagsfraktion für den Wald zuständig: „Seit die CDU in NRW wieder in Verantwortung ist, hat der Landtag mehr als 150 Millionen Euro für Wiederaufforstung bereitgestellt. Die Regierung hat mit der vor Kurzem vorgestellten Waldstrategie gezeigt, wie sie mit dem Staatswald umgehen will und was sie für den Privatwald für zweckmäßig hält.“

In der lebhaften Diskussion unterstrich ein Förster die Bedeutung der CO₂-Bindung durch Holzbau, während sich ein anderer auch in Zeiten knapper Kassen für eine auskömmliche Förderung des Waldumbaus aussprach. Aus dem Bildungsbereich kam der Appell, durch Waldjugendspiele das Naturverständnis der nächsten Generation zu stärken.

Großen Applaus erhielt Nicole Kost, Vorsitzende des Attendorner Forstausschusses. Mit Blick auf das Stadtmotto „Dreimalig einmalig“ forderte sie eine vorausschauende Forstplanung. Ziel müsse es sein, die Holzressourcen so nachhaltig zu sichern, dass auch das traditionelle Osterfeuerbrauchtum in Attendorn langfristig Zukunft hat.

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