Björn Picker blickt auf Herzensangelegenheit zurück
„Heartbeatrunner“ lädt zur Abschlussveranstaltung
- Attendorn, 13.09.2026
- Sport , Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Attendorn. Eine inspirierende Veranstaltung für Jedermann, am Sonntag, 20. September, um 16 Uhr im Bürgerhaus Alter Bahnhof Attendorn, organisiert von Björn Picker, soll den Schlusspunkt seines Engagements als Spendenläufer setzen. Ein Highlight der Veranstaltung ist der Vortrag der international erfolgreichen Ultraläuferin und Speakerin Rosanna Buchauer. LokalPlus sprach mit dem Heartbeatrunner.

Björn, fünf Jahre Heartbeatrunner-Sauerland gehen zu Ende. Was geht dir durch den Kopf, wenn du auf diese Zeit zurückblickst?
Vor allem Dankbarkeit. Was während der Corona-Pandemie mit einer Idee begann, hat sich zu einer Herzensangelegenheit entwickelt, die mein Leben geprägt hat. Ich wollte damals einfach etwas Sinnvolles tun und Menschen zeigen, dass man trotz gesundheitlicher Rückschläge nicht aufgeben muss. Dass daraus ein Projekt entsteht, das so viele Menschen bewegt und verbindet, hätte ich nie gedacht.
Wie ist die Idee damals entstanden?

Ich trage selbst einen Herzschrittmacher und weiß, wie schnell sich das Leben verändern kann. Irgendwann habe ich mir die Frage gestellt: Was kann ich tun, um anderen Mut zu machen und gleichzeitig etwas Gutes zu bewirken? So entstand Heartbeatrunner-Sauerland. Laufen war für mich schon immer mehr als Sport – es bedeutet Freiheit, Dankbarkeit und Lebensfreude. Genau dieses Gefühl wollte ich weitergeben.
Wenn du auf die vergangenen fünf Jahre zurückschaust – worauf bist du besonders stolz?
Natürlich freue ich mich über die Spendensumme von mittlerweile über 20.000 Euro. Aber noch viel mehr erfüllt es mich mit Stolz, dass so viele Menschen an das Projekt geglaubt haben. Es sind Freundschaften entstanden, Menschen haben sich gegenseitig motiviert und gemeinsam haben wir zahlreiche soziale Projekte unterstützt. Das ist viel wertvoller als jede Zahl.
Gab es Momente, die dir besonders in Erinnerung bleiben werden?
Es gab unglaublich viele emotionale Momente. Jede Spendenübergabe war etwas Besonderes, weil ich gesehen habe, wo die Hilfe ankommt. Auch die vielen Gespräche unterwegs bleiben unvergessen. Menschen haben mir erzählt, dass sie durch meine Geschichte wieder mit dem Sport angefangen oder neuen Mut gefasst haben. Solche Begegnungen sind unbezahlbar.
Du wurdest für dein Engagement sogar mit dem Herz-Held-Preis ausgezeichnet. Welche Bedeutung hat diese Ehrung für dich?
Das war eine große Ehre und ich habe mich riesig darüber gefreut. Aber die größte Auszeichnung waren und sind für mich die Menschen, die ich mit meiner Geschichte erreichen durfte. Wenn mir jemand sagt: „Du hast mir Mut gemacht“, dann bedeutet mir das mehr als jeder Preis.
Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Heartbeatrunner-Sauerland zu beenden?
Ich finde, jedes Projekt hat seinen richtigen Moment. Mir war wichtig, nicht einfach aufzuhören, sondern einen bewussten und schönen Abschluss zu finden. Das fünfjährige Jubiläum ist dafür genau der richtige Zeitpunkt. Ich gehe mit vielen wunderbaren Erinnerungen und einem guten Gefühl.
Wenn du Danke sagen könntest – an wen richtet sich dein größter Dank?
An ganz viele Menschen. Allen voran meiner Frau Susanne, die mich von Anfang an begleitet und unterstützt hat. Danke an meine Familie, meine Freunde, alle Sponsoren, Unterstützer, Helfer und natürlich an alle, die gespendet oder mich auf meinen Läufen begleitet haben. Ohne euch wäre Heartbeatrunner-Sauerland niemals das geworden, was es heute ist.
Welches Fazit ziehst du nach fünf Jahren?
Heartbeatrunner-Sauerland war viel mehr als ein Laufprojekt. Es war eine Reise voller Begegnungen, Emotionen und Menschlichkeit. Ich durfte erleben, wie viel Gutes entstehen kann, wenn Menschen zusammenhalten. Dafür bin ich unendlich dankbar. Und noch eins: „Ich laufe nicht, weil ich muss. Ich laufe, weil ich darf.“




