Bauern fordern Investitionssicherheit und angepasste Förderungen
Heimische Politiker besuchen Bauernhöfe
- Attendorn, 22.07.2020
- Von Nicole Voss
Kreis Olpe/Helden. „Hier kommen drei Sachen zusammen: der Wettbewerb, die ungleiche Förderung und die Bürokratie. Das macht betriebswirtschaftlich keinen Spaß“, brachte CDU-MdB Dr. Matthias Heider die Eindrücke seiner gemeinsamen Rundreise mit CDU-MdL Jochen Ritter über drei Bauernhöfe auf den Punkt.




Was sich jedoch in der sich sehr schnell wechselnden Gesetzgebung abspielt, stellt die Familienbetriebe vor große Herausforderungen. Dr. Heider räumte ein, dass es für die heimischen Betriebe auch auf Grund des hohen Preisdrucks immer schlechter aussehe und betonte, dass es jungen Menschen schwer erklärbar sei, warum sich die Landwirtschaft lohne.
Damit ist auch das Anliegen der teilnehmenden Landwirte beschrieben. Sie fordern höhere Förderungen, Planungssicherheit und verlässliche Zusagen seitens der Politik. Matthias Stuff brachte es auf den Punkt: „Die momentane Förderung reicht nicht aus.“
Dazu sagte Dr. Matthias Heider: „Kleine und mittlere Betriebe sind von Vorteil. Sie funktionieren anders als größere. Da bedarf es unterschiedlicher Förderungen. Die Wertschätzung für die Betriebe sollte dazu gehören.“ Michael Stinn betonte: „Wenn wir die bäuerlichen, familiären Betriebe halten wollen, brauchen wir mehr als plakative Aussagen.“
Im Repetal sind Michael Stinn, Matthias Stuff und Tobias Belke der Meinung, dass die Arbeit der Bauern nicht ausreichend honoriert werde. Durch schlechte Absatzmöglichkeiten und gestiegenen Kosten durch die Düngeverordnung hätten viele Kleinbauern finanzielle Schwierigkeiten. Dazu komme, wie bei Holger Lorenz, der Futtermangel durch die Trockenheit der vergangenen Jahre.
