Attendorner Wochenmarkt soll auf dem Rathausvorplatz bleiben

Markthändler sind mit neuem Standort zufrieden


  • Attendorn, 28.04.2023
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Der Wochenmarkt soll auf dem Rathausvorplatz bleiben und sich von dort am Dom Carré vorbei Richtung Alter Markt ziehen. von Nicole Voss
Der Wochenmarkt soll auf dem Rathausvorplatz bleiben und sich von dort am Dom Carré vorbei Richtung Alter Markt ziehen. © Nicole Voss

Attendorn. Wie sich schon bei der Jahreshauptversammlung der Attendorner Werbegemeinschaft abzeichnete (LokalPlus berichtete), soll der Attendormer Wochenmarkt auf dem Rathausvorplatz bleiben und nicht auf den Alter MArkt zurück verlegt werden. Dafür hat sich auch der Haupt- und Finanzausschuss – mit drei Gegenstimmen - in seiner Sitzung am Mittwoch, 26. April, ausgesprochen.


Der Beschlussvorschlag war auch das Ergebnis zahlreicher Gespräche mit Vertretern der Politik, Händlern und Mitgliedern der Werbegemeinschaft. Bereits im November 2020 hatten die Marktbeschicker ein schriftliches Resümee zur Standortverlegung eingereicht. Daraus geht hervor, dass die Händler positive Erfahrungen mit dem neuen Standort am Rathaus und dem positiven Feedback der Besucher gemacht haben und sich daher den Standort dauerhaft wünschen.

Hervor gehoben werden in der Stellungnahme auch die vorteilhafte Verkehrsanbindung und die Schaffung von Parkraum für die Händler. Weiter müsse der Wochenmarkt bei einer dauerhaften Verlegung auf den Rathausplatz nicht für parallel und üblicherweise auf dem „Alter Markt“ stattfindende Veranstaltungen (z. B. Weinfest, Martinimarkt etc.) ausweichen.

Bei der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft informierte Kristin Meyer über die zukünftige Ausrichtung des Marktes. von Nicole Voss
Bei der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft informierte Kristin Meyer über die zukünftige Ausrichtung des Marktes. © Nicole Voss

Bezugnehmend auf den vorherigen Standort auf dem Alter Markt hob Bürgermeister Christian Pospischil zwei Gründe hervor, die gegen den Standort sprechen: Zu einem sei die dortige Fläche zu klein, und das könne zu Problemen bei der Zuteilung der Standflächen führen. Außerdem käme es immer wieder zu Überschneidungen mit Veranstaltungen, die eine Absage des Wochenmarktes oder eine erneute Verlegung mit sich brächten.

In mehreren gemeinsamen Gesprächen wurden die unterschiedlichen Standpunkte miteinander abgewogen und der Beschlussvorschlag als Lösung erarbeitet. Diesem Ansatz wird bereits aktuell Rechnung getragen, indem sich der Wochenmarkt vom „Rathausplatz“ entlang der „Kölner Straße“ bis zum „Dom Carré“ und „Alter Markt“ erstreckt.

Beim Wochenmarkt, mittwochs und samstags von 8 bis 13 Uhr darf auch probiert werden. von Nicole Voss
Beim Wochenmarkt, mittwochs und samstags von 8 bis 13 Uhr darf auch probiert werden. © Nicole Voss

Bei der Union für Attendorn traf der Beschlussvorschlag nicht auf Zustimmung. Die Fraktionsmitglieder hatten ihren Antrag auf „Rückverlegung“ des Marktes auf den Alter Markt damit begründet, dass der Wochenmarkt die Innenstadt beleben oder belebt halten solle. Eine hierzu gebildete Marktkommission solle für die Dauer von mindestens zwei Jahren an der Weiterentwicklung des Attendorner Wochenmarktes arbeiten und Planungsergebnisse im HFA vorstellen.

In den weiteren Ausführungen der UfA heißt es, dass etablierte Markthändler auf dem Rathausvorplatz bleiben könnten. Saisonale und/oder regionale Markthändler würden auf dem Alter Markt und im Bereich des Dom Carrés ihren Verkaufsplatz zugewiesen bekommen.

Meinungen der Kommunalpolitiker

Uli Bock (SPD) sagte, dass das Ergebnis der Diskussionen hervorragend sei und die Meinungen aller Beteiligten widerspiegele. „Der Alter Markt wird dadurch nicht unattraktiver. Wir wollen keine weiteren Diskussionen.“

Sascha Koch (UfA) betonte: „Ich war enttäuscht. Ich hätte mir mehr Infos gewünscht. Die Besucher sagen, dass der Markt jetzt tot ist.“

Wendelin Heinemann (Die Grünen) hob hervor. „Nach vielen Diskussionen sind wir der Meinung, dass der Vorschlag gut ist.“

Markt ist Ankerpunkt

Wolfgang Langenohl (SPD) zeigte sich überzeugt, dass der Wochenmarkt ein Ankerpunkt für die Stadt sei und auch Kunden aus Olpe kämen. Zum Antrag der UfA sagte er, dass dieser auf eigenes Interesse schließen ließe.

Nicole Kost (UfA) dementierte, sprach von einer anmaßenden Äußerung und hielt es für wichtig, dass die Arbeitsgruppe weiterhin bestehen bleibe. Weiter monierte sie, dass der Rathausvorplatz den Händlern beim Frühlingsmarkt auch nicht zur Verfügung gestanden habe.

Danica Struck, Leiterin des Ordnungsamtes, teilte mit, dass dort nur das Riesenrad stehen sollte, der Beschicker das jedoch missachtet habe.

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