Attendorn soll für Radfahrer „Münster des Sauerlandes“ werden
Verkehrskonzept
- Attendorn, 01.09.2020
- Von Adam Fox
Attendorn. Obwohl die Stadt Attendorn seit 2007 rund 2,2 Millionen Euro in den Radverkehr investiert hat, gibt es nach Meinung vieler Bürger und Ratsmitglieder Handlungsbedarf bei diesem Thema. Der Antrag zur Förderung des Radverkehrs wurde jetzt im Ausschuss Planung und Umwelt vorgestellt.



Hierfür nannte er unter anderem die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“, die im vergangenen Jahr schon im Düsseldorfer Landtag auf den Weg gebracht wurde und mit dem beschlossen Fahrradgesetz unterstützt wird.

Ziel sei es, den Radverkehr für die Ortsansässigen und die Touristen bestmöglich zu gestalten. Dazu gehören neben einer optimalen Beschilderung und Werbung auch eine gute Anbindung an das Attendorner Umland und die Dörfer sowie Radwege innerhalb der Hansestadt.
Meinolf Schmidt (UWG) war hingegen konträrer Meinung. Der Radverkehr sei eine Querschnittsaufgabe der Verwaltung und eine externe Expertise sei zu diesem Thema nicht nötig. Auch einen Radverkehrsbeauftragten halte er für überflüssig, schließlich gebe es auch keinen KFZ- oder Fußgängerbeauftragten.
Dem SPD-Antrag wurde nur teilweise zugestimmt. Während bei allen Mitgliedern Konsens herrschte bezüglich einer vorzeitigen Bürgerbeteiligung, entschied sich die knappe Mehrheit der gegen einen Radverkehrsbeauftragten und gegen ein externes Beratungsbüro. Das Radverkehrskonzept soll nun von Bürgermeister und der Verwaltung gemeinsam ausgearbeitet werden.
